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Flüchtlingstag: Bundesrat Ogi plädiert für grenzüberschreitende Sicherheit

Bundespräsident Ogi und die neue SFH-Präsidentin Barbara Walther. Keystone

Der diesjährige nationale Flüchtlingstag vom Samstag (17.06.) steht unter dem Motto "Zusammenleben wagen". Bundespräsident Adolf Ogi plädierte am Vortag an einer Veranstaltung der Schweizerischen Flüchtlingshilfe für grenzüberschreitende Sicherheit.

Grenzen abbauen

Der Bundespräsident und Verteidigungsminister machte an der Jahresversammlung der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH) am Freitag (16.06.) in Bern auf die Flüchtlinge als Opfer der politischen, ökonomischen und kulturellen Destabilisierung aufmerksam.

Es müsse deshalb in der ganzen Welt darum gehen, dass Sicherheit grenzüberschreitend entstehe. Und wo es keine Grenzen gebe, auch keine geistigen, müsse auch der Flüchtling anders wahrgenommen werden.

Die Aufgaben der Armee seien darum heute andere als während des Kalten Krieges, erklärte Ogi. An oberster Stelle stehe der Beitrag zur internationalen Friedensunterstützung und Krisenbewältigung.

Unter dem Titel Existenzsicherung habe die Armee letztes Jahr Tausende von Flüchtlingen aus dem Balkan betreut. Die Schweizer Milizarmee habe mit der Swisscoy eine Brücke zwischen Flüchtlingen und Bevölkerung geschlagen.

Raschere Einbürgerung gefordert

Der scheidende SFH-Zentralsekretär Markus Loosli forderte bei seinem letzten Auftritt den Schweizer Pass für anerkannte Flüchtlinge nach fünf Jahren Aufenthalt in der Schweiz.

Anerkannte Flüchtlinge seien heimatlos und nirgends Bürger. Das sei ein Zustand, der auf die Dauer zu politischer und gesellschaftlicher Apathie führe. Anerkannte Flüchtlinge würden in der Schweiz bleiben. Je früher sie in die Gesellschaft integriert würden, desto besser, sagte Loosli weiter.

Er forderte zudem von der Schweizer Regierung und den Kantonsregierungen die Förderung des sozialen Integrationsprozessen von Asyl Suchenden von Beginn des Aufenthaltes in der Schweiz an.

Amnesty verlangt Rückschaffungsstopp für Tamilen

Die Schweizer Sektion von Amnesty International (AI) forderte gleichentags Justizministerin Ruth Metzler zu einem Rückschaffungsstopp für tamilischen Asylbewerber auf. Die gegenwärtige Situation in Sri Lanka sei mit dem beträchtlichen Risiko verbunden, dass zurückgeschaffte Asylbewerber Opfer von willkürlicher Verhaftung, Misshandlung und Folter würden.

swissinfo und Agenturen

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