Gemeinsam gegen Terror
Die Schweizer Polizei und Justiz will enger mit den USA zusammenarbeiten. Eine Delegation des Justiz- und Polizei-Departements war in den USA.
Die Delegation um Jean-Luc Vez, Direktor des Bundesamtes für Polizei (BAP), bemühte sich in den USA um die Formalisierung der Zusammenarbeit in diversen Bereichen. Dafür wurden Gespräche mit Vertretern des FBI, des CIA und des Secret Service sowie mit Unterstaats-Sekretär Jim Gurulé vom US-Finanzministerium geführt.
Mit dem Besuch sei «eine Brücke zur Zusammenarbeit in Sachen Strafverfolgung geschlagen worden», sagte Vez in Washington nach Abschluss des USA-Besuches.
Brücke geschlagen
«In Krisenfällen sind persönliche Kontakte das Wichtigste», sagte Vez weiter. Der Bund habe schon kurz nach dem 11. September US-Sicherheits-Experten zur Mitarbeit in «Task Forces» zur Bekämpfung von Terror eingeladen.
Laut Vez zeigten sich die US-Vertreter «beeindruckt von den neuen Schweizer Polizeistrukturen und von den Massnahmen, die die Schweiz zur Bekämpfung der Finanzierung von Terrorismus unternommen hat».
Daten-Indexierung
Die Schweizer interessierten sich auch für die Indexierung von kriminalpolizeilichen Daten. In der Schweiz soll der Bund zusammen mit den Polizeistellen einen nationalen Polizei-Index schaffen.
Gemäss Vez muss die Schweiz dafür ein eigenes System finden, das das effiziente Schweizer Datenschutzgesetz streng einhält. «Die USA verarbeiten eine Unmenge von Daten, die in der Schweiz nicht zulässig wären», sagte Vez.
Die US-Vertreter kennen gemäss Vez auch den neuen Schweizer Pass, der keine biometrischen Daten wie Fingerabdruck oder Irisaufnahme enthält. Sollten diese Merkmale international Standard werden, müsste laut Vez nur die Personalisierungs-Karte ausgewechselt werden.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch