Schumacher in Hockenheim am schnellsten – Salo auf Platz zehn
Im freien Training für den Grossen Preis von Deutschland haben Michael Schumacher im Ferrari und Heinz-Harald Frentzen im Jordan am Freitag (28.07.)die besten Rundenzeiten erreicht. Das Sauber-Team erreichte die Plätze 10 und 17.
Hinter den beiden zeitschnellsten Schumacher und Frentzen klassierten sich in Hockenheim Mika Häkkinen (McLaren-Mercedes; 3.), Rubens Barrichello (Ferrari; 4.) und David Coulthard (McLaren-Mercedes; 5.).
Die Trainingszeiten vom Freitag sind allerdings mit Vorsicht zu geniessen. Die Hockenheim-Strecke war zwischen 13 und 14 Uhr nur während der letzten Viertelstunde ganz trocken.
In der Mittagspause hatte es ziemlich heftig geregnet. Etliche Fahrer blieben denn auch auf ihren Zeiten vom Vormittag sitzen. Zu ihnen gehören sowohl Schumacher und Barrichello als auch Häkkinen und Coulthard.
Erhebliche Verbesserungen gelangen hingegen beispielsweise dem Jordan-Fahrer Heinz-Harald Frentzen. Frentzen kam unmittelbar vor Trainingschluss bis auf 43 Hundertstelsekunden an Schumacher heran und rückte vom 5. auf den 2. Platz vor.
Die beiden Sauber-Piloten Salo und Diniz verbesserten sich am Nachmittag ebenfalls. Der Finne hatte sich zunächst mit einem untersteuernden Auto abgemüht. Die Abstimmungsarbeiten brachten diesbezüglich Linderung, aber das nervöse Fahrverhalten des Wagens auf den Bodenwellen hielt bis zuletzt an. Salo fuhr schliesslich auf Rang 10.
Diniz war auf seiner besten Runde acht Zehntel langsamer als sein Teamkollege, was für Platz 17 reichte. Der Brasilianer war allerdings stets im Renntrimm, das heisst immer mit mindestens halbvollen Tanks unterwegs.
Diniz war dank des sehr flach gestellten Heckflügels auf den Geraden trotzdem recht schnell, verlor dafür aber im Kurvengeschlängel des Motodroms an Boden. Im Regen hätten sich die Autos gut angefühlt, sagten beide Sauber-Fahrer.
Das stimmt sie zuversichtlich im Hinblick auf das Qualifying vom Samstag, denn laut Wetterprognose soll es dann wieder regnen.
Michael Schumacher zeigte sich von der Leistungsfähigkeit des Ferrari sehr angetan — sowohl auf trockener als auch auf nasser Bahn. Häkkinen und Coulthard dürften zwar spätestens am Samstagnachmittag noch zulegen, aber die noch vor wenigen Tagen von vielen Beobachtern in Betracht gezogene Möglichkeit, dass Schumacher erstmals in diesem Jahr die Führung im WM-Zwischenklassement verlieren könnte, wird nur noch am Rande erörtert.
Vor dem 11. Rennen der Saison führt der Deutsche mit 56 Punkten vor Coulthard (50) und Häkkinen (48).
swissinfo und Agenturen
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