Schweiz auf Olympia-Weg
Das Wochenende brachte den Schweizer Eishockeyanern zwei Siege: 4:2 über Kanada und 2:1 über Deutschland. Und einigen Spielern ihr Ticket nach Olympia.
Trainer Ralph Krueger hat die mit den Schweizern zum zweiten Mal ein Turnier gewonnen. Zweieinhalb Jahre nach dem Gewinn des Suisse-Cup in Chur sicherten sich die Schweizer mit dem Sieg über Kanada und dem 2:1 nach Penaltys über Deutschland auch den Deutschland-Cup. Damit startet die Schweiz erstmals seit 63 Jahren mit vier Siegen in eine Saison.
«Dieser Turniersieg ist bedeutend wichtiger als der erste in Chur», freute sich Ralph Krueger. «Wir haben in den letzten zwei Wochen sämtliche Ziele erreicht. Wir haben das Turnier als Team gewonnen, obwohl bei weitem nicht alle Schlüsselspieler in Topform waren.»
Abnützungskampf mit starken Schweizern
Am Samstag besiegten die Schweizer Kanada. Dieses 4:2 war der wertvollste Erfolg der letzten Tage. Die Kanadier spielten nicht mehr zahm, sondern körperbetont. Es entwickelte sich ein Abnützungskampf, in dem die Schweizer am Ende mehr Reserven hatten. Den entscheidenden Treffer zum 3:2 erzielte sieben Minuten vor Schluss Verteidiger Mark Streit bei doppelter Überzahl. 24 Sekunden vor Schluss traf Patric Della Rossa ins leere Tor zum 4:2-Schlussresultat.
Am Sonntag gewannen die Eisgenossen in ihrem letzten Spiel gegen Deutschland 2:1 im Penaltyschiessen mit zwei Treffern von Jean-Jacques Aeschlimann.
Das einzige Tor für die Schweiz in der regulären Spielzeit schoss André Rötheli. Er war in allen vier Länderspielen dieser Woche produktivster Schweizer Stürmer und hat sich sein Olympiaticket damit gesichert.
Zum Matchwinner wurde im Penaltyschiessen Captain Jean-Jacques Aeschlimann. Wie bereits gegen die Slowakei am Freitag verwandelte Aeschlimann auch gegen Deutschland beide Penaltys souverän.
Starke Torhüter
Rötheli und Aeschlimann waren nicht die einzigen Akteure, die sich sehr gute Noten verdienten. Die Torhüterleistungen waren exzellent: Lars Weibel und Martin Gerber gewannen je zwei Spiele und Gerber auch sein sechstes Penaltyschiessen in dieser Saison.
Fahrplan bis Olympia
Der Fahrplan für das Nationalteam bis zu den Olympischen Spielen sieht nun wie folgt aus: Etwa am 10. Januar will Krueger sein Team benennen.
Schon im Dezember verlangt er von den NHL-Organisationen Phoenix Coyotes (Bezina) und Ottawa Senators (Julien Vauclair) Klarheit, was die Verfügbarkeit der beiden Verteidiger im Februar angeht. Über die Klubtrainer will Krueger den Formaufbau der Akteure für Salt Lake City mitsteuern.
Vor den Spielen und bereits in den USA folgen am 3. und 5. Februar noch zwei Testpartien gegen die Slowakei. Ab dem 9. Februar und dem Eröffnungsspiel gegen Frankreich gilt es dann bei Olympia Ernst.
swissinfo und Agenturen
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