Schweizer Hilfe im türkischen Erdbebengebiet angelaufen
Die Schweizer Hilfe für das Katastrophengebiet in der West-Türkei ist am frühen Mittwochmorgen (18.08.) voll angelaufen. Nach einem Vorausdetachement trafen 90 Helferinnen und Helfer der Rettungskette Schweiz mit Suchhunden in Istanbul ein.
Die Schweizer Hilfe für das Katastrophengebiet in der West-Türkei ist am frühen Mittwochmorgen (18.08.) voll angelaufen. Nach einem Vorausdetachement trafen 90 Helferinnen und Helfer der Rettungskette Schweiz mit Suchhunden in Istanbul ein.
Die am Mittwoch in der Türkei eingetroffene Rettungsstaffel setzt sich zusammen aus 25 Angehörigen des Schweizerischen Katastrophenhilfekorps SKH, 24 Experten des Vereins für Katastrophenhunde mit insgesamt 18 Tieren sowie 41 Mitgliedern der Armee-Rettungstruppen. Das Team steht unter der Leitung von SKH-Chef Charles Raedersorf. Mit dem Flug von Mittwochmorgen wurden auch 16 Tonnen Rettungsmaterial mittransportiert.
Bereits am Dienstag abend nahm ein Voraustrupp von acht Personen und drei Katastrophenhunden in Izmit, der am schwersten betroffenen Stadt östlich von Istanbul, die Suche nach Verschütteten auf.
Die Rettungskette Schweiz war bereits dreimal nach Erdbeben in der Türkei: In den Jahren 1983, 1992 und 1995. Der jetztige Einsatz mit dem Vollbestand der Rettungskette ist einer der grössten in den letzten Jahren. Der Rettungskette setzt sich unter anderem aus Angehörigen des SKH, des Schweizerischen Roten Kreuzes, der Armee, der Rettungsflugwacht sowie dem Verein für Katastrophenhunde zusammen.
Unterdessen stellten Schweizer Hilfswerke erste Beiträge für die Soforthilfe zur Verfügung. Das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (Heks) sprach am Mittwoch 100’000 Franken, Caritas Schweiz 250’000 Franken als Not- und Wiederaufbauhilfe. Die Glückskette öffnete ihr Sammelkonto unter der Nummer 10-15000-6 mit dem Vermerk ‚Türkei‘ für die Erdbebenopfer.
Das Erdbebeben erschütterte den Westen der Türkei in der Nacht zum Dienstag. Gemäss Berichten aus Ankara hat das verheerende Beben mindestens 3’800 Menschenleben gefordert. Die Zahl der Verletzten stieg auf über 18’000.
SDA/AP
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