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Super-G: Schweizerinnen deutlich geschlagen

Petra Haltmayr auf Siegesfahrt. Keystone

Die Deutsche Petra Haltmayr entschied bei den Weltcup-Rennen in Lake Louise den Super-G für sich. Die Schweizerinnen enttäuschten.

Im vergangenen Winter hatte sie das Kunststück fertig gebracht, Topfavoritin Isolde Kostner zu schlagen. Jetzt fuhr Petra Haltmayr abermals «aus dem Nichts» zu ihrem zweiten Weltcup-Sieg.

Nach ihren Darbietungen in den beiden Abfahrten mit den Rängen 28 und 33 hatte sie für den bei leichtem Schneefall ausgetragenen Super-G zum Abschluss der Nordamerika-Tournée verständlicherweise niemand auf der Rechnung. Auch die Allgäuerin selber hatte sich eine solch frappante Steigerung nicht zugetraut.

Nur Rey-Bellet punktete

Im Vergleich zu Petra Haltmayr gingen die Schweizerinnen den umgekehrten Weg. Nach den beiden Podestplätzen in den Abfahrten mussten sie die Heimreise mit einer deutlichen «Abfuhr» antreten.

Corinne Rey-Bellet kam als Beste nicht über den 16. Platz und holte so als Einzige Weltcup-Punkte. Catherine Borghi (33.) und vor allem Sylviane Berthod (40.) erlebten einen jener Tage, an denen «ich besser im Bett geblieben wäre», wie es die Walliserin formulierte.

Die beiden Topfahrerinnen von Maite Nadig mochten ihren «Absturz» denn auch nicht dramatisieren. «Seit dem Riesenslalom in Copper Mountain weiss ich, was Enttäuschungen wirklich sind. Zudem weiss ich, dass die Form stimmt. Verantwortlich für mein schlechtes Abschneiden war, dass ich die Ideallinie nicht halten konnte und deshalb in den bremsenden Neuschnee geraten bin», sagte Corinne Rey-Bellet.

Das Gleiche war auch Sylviane Berthod widerfahren: «Ich habe schon unterwegs gemerkt, dass ich heute nicht bei den Schnellsten bin. So was kann passieren. Einmal bist du oben, dann wieder unten.»

Lalive zweite Überraschung

Für die zweite Überraschung war Caroline Lalive besorgt. Die mit der Nummer 1 gestartete Amerikanerin sicherte sich als Dritte hinter der Französin Carole Montillet ihren ersten Podestrang. Ihre stärkste Phase hatte die 22-Jährige aus Steamboat Springs bislang im Januar dieses Jahres mit den Plätzen 6 im Slalom in Flachau und 7 im Super-G in Haus im Ennstal.

swissinfo und David Bernold (sda)

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