Trossero ist weg
Enzo Trossero ist nicht mehr Trainer der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft. Der 48-jährige Argentinier verlangte vom Zentralvorstand (ZV) des Schweizerischen Fussballverbandes, mit sofortiger Wirkung aus seinem Vertrag entlassen zu werden. Der ZV hat diesem Begehren entsprochen.
Als die Schweiz in Basel gegen Slowenien das verflixte 0:1 erhielt, schlug Coach Trossero seinen Kopf an die nahestehende Glaswand. Damit war für ihn klar, das Ding haben wir vergeigt. Die Schweiz geht nicht an die WM 2002 in den Fernen Osten und ich, Enzo Trossero, muss mein Glück anderswo suchen.
Damit haben alle diejenigen Recht behalten, welche dem Argentinier nie so recht über den Weg trauten und lieber den Schaffer Pidu Zaugg an der Seitenlinie gesehen hätten. Der ist nun mit GC Schweizer Meister geworden. Aber vermutlich ist es einfacher Schweizer Meister zu werden, als die Schweizer an eine WM-Endrunde zu führen.
«Ich weiss nicht, ob ich in die Schweiz zurückkehren werde», sagte Enzo Trossero der «Tribune de Genève» als er bekanntgab, er fliege am Montag nach Argentinien. «Ich bin nicht ein Trainer, der seine Verträge aus finanziellen Gründen absitzt, wenn alles verloren ist.» Und verloren hat ja nicht nur Enzo Trossero. Die Schweizer Spieler haben wieder mal kein Tor geschossen, was unabdingbar ist, will man zur Weltspitze vorstossen.
Zurück nach Buenos Aires?
Auf der Homepage des argentinischen Spitzenclubs Independiente Buenos Aires, dem früheren Verein von Trossero, wird die Niederlage der Schweiz im WM-Qualifikationsspiel gegen Slowenien zuoberst geführt. Und gleich wird die Frage gestellt: Kehrt Trossero auf Beginn der Meisterschaft Anfang August als Trainer zurück?
Damit ist der Trossero also aus dem Vertrag mit dem Schweizerischen Fussballverband entlassen. Gleichzeitig erlosch auch der Vertrag mit Assistenztrainer Daniel Romeo.
Innert Monatsfrist will der Zentralverband einen Nachfolger präsentieren; womöglich einen, der etwas deutsch spricht, so wie Ottmar Hitzfeld.
swissinfo und Agenturen
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