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UNO warnt vor hochgiftigen Chemikalien

Das Verbot für hochtoxische organische Schadstoffe soll weiter ausgeweitet werden. Dies forderte der Leiter des UNO-Umweltprogramms (Unep) an einer Chemiekalienkonferenz in Genf.

Mit der Ausweitung des Banns könnten Millionen von Menschenleben gerettet werden, sagte Unep-Leiter Achim Steiner. Im Zentrum des Expertentreffens stehen die schwer abbaubaren organischen Schadstoffe, die so genannten POPs.

Über die Ausweitung debattieren seit Montag Vertreter von 150 Vertragsstaaten der Stockholmer Konvention. Diese verbietet bislang die Anwendung von zwölf gefährlichen Stoffen.

In Genf sollen neun weitere Chemikalien auf die Verbotsliste kommen. Beispielsweise Perfluoroctansäure (PFOS) und ihre Vorläufersubstanzen.

Diese Stoffe werden bei der Halbleiterherstellung, in der Galvanotechnik, in Feuerlösch-Schäumen, bei der Papierherstellung, als Fleckenschutz in Textilien und Möbeln sowie als Insektizide verwendet.

Ausserdem sollen Penta- und Octabromdiphenyläther, so genannte bromierte Flammschutzmittel, sowie bestimmte Pestizide und Arzneimittel wie Lindan aufgenommen werden.

Die Substanzen sind hochgiftig und nur schwer abbaubar. Zur Gefahr für den Menschen werden sie, wenn dieser sie via Nahrungskette aufnimmt.

Die Substanzen haben Auswirkungen auf das Hormonsystem, bewirken Fehlbildungen in Nachkommen oder sie schädigen Wasserorganismen wie Krebse und Fische.

swissinfo und Agenturen

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