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Weniger Beschwerden beim Ombudsmann der Reisebranche

Nicht immer ist die Ferienfreude ungetrübt. In solchen Fällen vermittelt der Ombudsmann zwischen unzufriedenen Kunden und Reiseanbietern. Keystone

Der Ombudsmann der Schweizer Reisebranche hat im vergangenen Jahr 2'676 Interventionen verzeichnet. Das sind 11,8 Prozent weniger als 1998. In den meisten Fällen sind sich Beschwerdeführer und Reiseanbieter einig geworden.

Hohe Erfolgsquote

Wie Ombudsmann Nicolas Oetterli in seinem Jahresrückblick schreibt, sind zahlreiche Beschwerdeführer von unrealistischen Vorstellungen ausgegangen. Entsprechend hätten 51 Prozent der Fälle mit Argumenten und Erklärungen gelöst werden können.

In über 45 Prozent der Fälle haben die unzufriedenen Kunden gemäss Oetterli eine Entschädigung erhalten, sei dies eine Geld- Rückerstattung (28 Prozent), ein Reisebon (5,9), ein Preis-Nachlass (0,4) oder eine Leistungsverbesserung (0,8).

Keine einvernehmliche Lösung gab es gemäss der Statistik des Ombudsmannes nur in 3,1 Prozent der Interventionen. In zwei Dritteln dieser Fälle hätten die Reiseanbieter die Empfehlungen der Ombudsstelle übergangen.

Als «Dauerthema» bezeichet Oetterli die sogenannten «Gratisreisen» oder Reisen bei denen Kunden sogar noch ein Gewinn versprochen werde. «Hände weg von Gratisreisen oder Gewinnen, die bei einem Schenker abgeholt werden müssen oder bei welchen Zusatzleistungen zu Bezahlen sind», lautet dazu der Rat des Ombudsmanns.

In der Regel sei davon auszugehen, dass die Beschenkten ihr Geschenk selber finanzierten, heisst es im Jahresbericht des Ombudsmannes.

swissinfo und Agenturen

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