WM Edmonton: Letzte Schweizer ausgeschieden
Anita Brägger ist in den Halbfinals über 800 m ebenso ausgeschieden, wie Peter Philipp über 1500 m. Die Innerschweizerin erzielte als Siebte ihres Vorlaufs die Zeit von 2:02,22 Minuten und beendete damit die WM als Gesamt-11. Der Bündner wurde in der schnelleren ersten Serie in 3:39,66 Minuten Neunter und belegt damit im Schlussklassement Rang 15.
Mit dem Einzug in die Halbfinals hatte Anita Brägger das von ihr gesetzte Minimalziel erreicht. Wie im Vorlauf lief die in Zollikofen wohnhafte Urnerin taktisch intelligent. Sie setzte sich hinter der führenden Letitia Vriesde (Sur) an die zweite Stelle und hielt diese Position in der ersten Runde.
Erst nach 550 Metern, als Olympiasiegerin Maria Mutola nach vorne stürmte, musste Brägger abreissen lassen. «Die Beine mochten plötzlich nicht mehr, und dann habe ich mich zu allem Übel noch verkrampft», sagte Brägger, die nicht glücklich, aber auch nicht vollends enttäuscht war.
«Aber es ist natürlich klar, wenn man im Halbfinal steht, will man unter die ersten vier kommen.» Aber offenbar reichte die Kraft nicht, um innerhalb von rund 24 Stunden zweimal am Ende noch schnell genug zu sein. Auch in der ersten, langsameren Serie hätte die Zeit von Anita Brägger, die heuer ihre persönliche Bestmarke in Lausanne auf 1:59,66 gesenkt hatte, nicht zum Weiterkommen genügt. Die viertplatzierte Ivonne Teichmann (De) wurde in 2:02,16 sechs Hundertstel besser als Brägger gestoppt.
Zweimal unter 3:40 Minuten
Bei Peter Philipp, in dessen Zwölferserie alle anderen elf Konkurrenten mit einer besseren persönlichen Bestzeit als er geführt wurden, gilt es vor allem festzuhalten, dass der Bündner innerhalb eines Tages zweimal unter 3:40 Minuten gelaufen ist. Aber mit der Zeit von 3:39,66 war er als Neunter doch über drei Sekunden von Rang 6 entfernt, der für den Final gereicht hätte.
Rund 1200 Meter lang hielt er, obwohl er auf Position 10 lief, auch das Tempo der Besten mit, dann verlor er aber für einen Moment den Rhythmus, als er nicht gerade überholen konnte, als vorne die Post abging. «Ich habe mich besser als im Vorlauf gefühlt», sagte der Bündner, der taktisch gut immer auf der Innenbahn lief.
«Dieser Halbfinal hat mir gezeigt, dass bei mir die Basis gut war. Ich hatte auch gute Beine und fühlte mich auch auf den letzten 100 Metern noch gut», sagte Philipp. Die Grenzen aufgezeigt wurden dem Bündner, der mit einer Bestzeit von 3:35,87 zu Buche steht, aber schon. Um weltweit unter die besten 12 vorzudringen, fehlt halt doch noch etwas.
swissinfo und Kurt Henauer (Si)
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