LGBTI-Label für Basel bleibt unverbindlicher Vorschlag
Die Basler Regierung erhält nicht den Auftrag, sich um das LGBTI-Label zu bewerben. Der Grosse Rat hat am Mittwoch die einstige Motion als unverbindlicher Anzug im Sinne von Prüfen und Berichten überwiesen.
(Keystone-SDA) Der Entscheid fiel mit 53 zu 40 Stimmen. Motionärin Michela Seggiani (SP) hatte zuvor ihren Vorstoss in einen Anzug umgewandelt. Sie sagte, dass das Label dem Kanton als Arbeitgeber gut anstehen würde.
Finanzdirektorin Tanja Soland (SP) sagte, dass das Anliegen in der Regierung inhaltlich nicht umstritten sei. Sie sei aber der Meinung, dass der Mehrwert eines Labels nicht so hoch sei.
Auch in manchen Voten aus dem Parlament war die Begeisterung mässig. Ein Label jeglicher Art verursache Aufwand, schaffe keine Rechte und Pflichten und laufe in Gefahr von leeren Versprechen, gab etwa David Jenny (FDP) zu bedenken.