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MÜNCHEN (awp international) - Der Lastwagen- und Motorenbauer MAN schliesst beim Versuch einer Einigung über die von einer Korruptionsaffäre erschütterten früheren MAN-Tochter Ferrostaal auch eine Rückabwicklung des Geschäfts nicht aus. "Von unserer Seite gibt es einen hohen Einigungswillen", sagte Finanzvorstand Frank Lutz auf der Bilanzpressekonferenz am Montag. "Wir schliessen nichts aus."
Der neue Ferrostaal-Haupteigner, der Staatsfonds IPIC aus Abu Dhabi, weigert sich die restliche Beteiligung von 30 Prozent zu übernehmen und fordert statt dessen Ausgleichszahlungen, auch für ein mögliches Millionen-Bussgeld. Zudem hat der Golfstaat Schiedsklage auf Rückabwicklung eingereicht. MAN hatte die Bilanzvorlage in der Hoffnung, eine Entscheidung mit IPIC zu erzielen, um drei Wochen verschoben. "Leider ist der Optimismus, den wir hatten, nicht belohnt worden", sagte Finanzvorstand Lutz. "Die Tür ist nach wie vor offen, aber sie war schon einmal deutlich weiter offen."
MAN-Chef Georg Pachta-Reyhofen betonte, MAN sei nach wie vor an einer raschen Lösung interessiert. Schon mit Blick auf die Beschäftigten sei es unverantwortbar, dass sich das Verfahren über Jahre hinziehe. Bei den bisherigen Verhandlungen sei MAN schon zu deutlichen Zugeständnissen bereit gewesen. "Aber es wird aber keine Einigung um jeden Preis geben." Sein Vorstandskollege Lutz ergänzte: "Zu einer Einigung gehören immer zwei." Der Finanzvorstand erklärte, für mögliche Kosten seien Rückstellungen gebildet worden. Konkrete Zahlen wollte er aber nicht nennen, um "kein Signal auszusenden".
Das Thema Ferrostaal behindert die Fusionsgespräche mit der VW-Tochter Scania nach Ansicht von Pachta-Reyhofen in "keinster Weise". Ferrostaal sei nur ein Baustein in dem "komplexen Puzzlespiel", das zum Zusammenschluss führen soll. Allerdings müssten mögliche Risiken eingegrenzt werden, sagte der Manager. Über die mögliche Form des Zusammenschlusses sei noch keine Entscheidung gefallen. Nur durch eine Fusion und nicht durch eine lose Kooperation seien die maximalen Einsparungen zu erzielen, erläuterte Pachta-Reyhofen. Dabei müssten aber alle Geschäftsfelder und Marken des traditionsreichen Konzerns erhalten bleiben./dct/tw

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