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Mann mit Hantavirus wird im Universitätsspital Zürich behandelt

Ein Mann, der sich mit dem Hantavirus infiziert hat, wird im Universitätsspital Zürich behandelt
Ein Mann, der sich mit dem Hantavirus infiziert hat, wird im Universitätsspital Zürich behandelt Keystone-SDA

In der Schweiz ist ein Mann positiv auf das Hantavirus getestet worden. Er wird derzeit im Universitätsspital Zürich behandelt, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch mitteilte.

(Keystone-SDA) Es handelt sich um einen Mann, der zuvor Passagier auf dem Kreuzfahrtschiff war, auf dem es zu mehreren Hantavirus-Fällen gekommen ist. Der Mann war nach Angaben des BAG zusammen mit seiner Ehefrau Ende April von einer Reise in Südamerika zurückgekehrt.

Nach aktuellem Kenntnisstand befanden sich keine weiteren Schweizerinnen oder Schweizer auf dem betroffenen Schiff, wie das BAG auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Allerdings sei die dem BAG vorliegende Passagierliste nach Staatsbürgerschaft und nicht nach Wohnort aufgeschlüsselt. Es lasse sich daher nicht vollständig ausschliessen, dass sich unter den Passagieren oder der Besatzung Personen mit Wohnsitz in der Schweiz befanden.

Auch nach Angaben der Reederei waren unter den rund 140 Personen, die sich zum Zeitpunkt der Entdeckung der Hantavirus-Infektion an Bord befanden, keine Schweizerinnen oder Schweizer, wie diese auf Anfrage von Keystone-SDA bestätigte.

Ehefrau zeigt keine Symptome

Nach dem Auftreten von Krankheitssymptomen habe der erkrankte Mann sich in das Universitätsspital begeben, wo er umgehend isoliert worden sei. Ein Test im Referenzlabor des Universitätsspitals Genf (HUG) habe eine Infektion mit dem Virus bestätigt.

Die Ehefrau des Mannes zeige keine Symptome, habe sich aber vorsorglich in Selbstisolation begeben. Die kantonalen Behörden klärten derzeit ab, ob der Patient Kontakt zu weiteren Personen hatte.

Risiko für Schweiz laut BAG gering

Für die europäische Variante des Hantavirus erfolgt die Übertragung durch Ausscheidungen von infizierten Nagetieren. Bei der beim Mann entdeckten Variante, dem Andesvirus, wurden hingegen in seltenen Fällen auch Übertragungen von Mensch zu Mensch bei engem Kontakt beobachtet. Das BAG hält das Auftreten weiterer Fälle in der Schweiz für unwahrscheinlich und stuft das Risiko für die Bevölkerung als gering ein.

Hantavirus tritt in der Schweiz selten auf. In den vergangenen Jahren wurden jährlich zwischen null und sechs Fälle gemeldet. Die Mehrheit dieser Infektionen war auf Ansteckungen im Ausland zurückzuführen.

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