Mehr als 30 Tote und über 100 Verletzte bei Zugunglück in China
(Keystone-SDA) Bei einem schweren Zugunglück im Osten Chinas sind am Samstag nach Berichten staatlicher Medien mindestens 32 Menschen getötet und über hundert weitere verletzt worden. Ein Schnellzug rammte einen stehenden Hochgeschwindigkeitszug teilweise von den Gleisen, wie der nationale Rundfunk berichtete.
Der Hochgeschwindigkeitszug war demnach nach einem Blitzschlag in der Stadt Wenzhou in der Provinz Zhejiang stehen geblieben. Waggons des Hochgeschwindigkeitszugs D3115 seien aus den Gleisen gehoben worden, als der Express D301 von hinten auffuhr, hiess es im Rundfunk. Zwei der Waggongs seien dabei von einer Brücke gestürzt, meldete die Nachrichtenagentur Xinhua.
Das Unglück ereignete sich am Morgen (14.50 Uhr MESZ) auf der Strecke von Hangzhou nach Wenzhou.
Auf Internetseiten und in Blogs eingestellte Fotos zeigten einen Waggon des Hochgeschwindigkeitszugs hochkant an der Brücke lehnend, ein weiterer Waggon lag in etwa 20 Metern Tiefe. Auch vier Waggons des aufgefahrenen Zuges sprangen nach Informationen von Xinhua aus den Gleisen.
Blitzschlag als Ursache
Xinhua zufolge wurde der Hochgeschwindigkeitszug von einem direkten Blitzeinschlag lahmgelegt, in andere Berichten hiess es dagegen, der Zug sei nicht selbst getroffen worden.
China betreibt mit grossem Ehrgeiz den Ausbau seines Schienenetzes. Erst Ende vergangenen Monats hatte Regierungschef Wen Jiabao offiziell die umgerechnet 27 Milliarden Franken teure Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Peking und Shanghai eröffnet.