Mobilfunkfrequenzen kosten Telekomkonzerne mindestens 855 Millionen
Die Grundlage für das Surfen und Telefonieren unterwegs geht ins Geld: Die Erneuerung der auslaufenden Mobilfunkfrequenzen kostet die Telekomkonzerne Swisscom, Sunrise und Salt mindestens 854 Millionen Franken.
(Keystone-SDA) Das hat die Eidgenössische Kommunikationskommission (Comcom) in ihren Bedingungen zur Versteigerung der Frequenzen festgelegt, wie sie am Dienstag vor den Medien in Bern bekanntgab. Die Auktion solle voraussichtlich im zweiten Quartal 2027 stattfinden. Die Telekomkonzerne können ihr Bewerbungsdossier bis zum 3. Dezember einreichen.
Das Bieterrennen um die Frequenzen beginnt bei 854,7 Millionen Franken. Dies ist der Minimalpreis, wenn es für alle Frequenzen eine Nachfrage gibt. Das war in der Vergangenheit nicht immer der Fall. Es gab auch schon Versteigerungen, an denen Frequenzen liegen blieben und an den Bund zurückgingen.
Unter den Hammer kommen die Frequenzen, die 2012 vergeben wurden und heute von Salt, Sunrise und der Swisscom benutzt werden. Diese Frequenzen laufen nun 2028 aus und werden nun neu vergeben. Die Dauer der Konzession beträgt 15 Jahre, von Anfang 2029 bis Ende 2043.
Keine Maximierung der Einnahmen für den Bund
«Frequenzen sind ein knappes öffentliches Gut, für dessen Nutzung gemäss den gesetzlichen Vorgaben ein angemessenes Entgelt zu entrichten ist», betonte der Regulator. Man strebe aber nicht eine Maximierung der Einnahmen für den Bund an.
Mit welchem Erlös die Comcom rechne, dazu könne man keine Angaben machen, hiess es weiter. Der tatsächliche Erlös ergebe sich aus der Frequenznachfrage und dem Bietverhalten der Teilnehmer. Er lasse sich daher nicht verlässlich vorhersagen.