Moldau verurteilt Ex-Oligarchen Plahotniuc zu langer Haft
Ein Gericht in der Republik Moldau hat den einst als reichsten und mächtigsten Mann des Landes geltenden Oligarchen Vladimir Plahotniuc zu 19 Jahren Haft verurteilt.
(Keystone-SDA) Er sei des Betrugs, der Geldwäsche und der Bildung einer kriminellen Vereinigung schuldig gesprochen worden, berichtete die Nachrichtenagentur Moldpress. Die Staatsanwaltschaft hatte 25 Jahre Haft für den 60-jährigen Politiker und Geschäftsmann gefordert. Die Verteidigung hat Berufung angekündigt.
Plahotniuc bestimmte mit seiner Demokratischen Partei jahrelang die Politik in Moldau. Nachdem die Partei 2019 abgewählt und er selbst mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert wurde, verliess Plahotniuc das zwischen Rumänien und der Ukraine gelegene kleine osteuropäische Land.
Im vergangenen Herbst wurde er in Griechenland gefasst und kurz vor der Parlamentswahl in Moldau an die Republik ausgeliefert.