Auslandschweizer gegen Ausschaffungs-Initiative
Auslandschweizer waren weit weniger überzeugt von der Ausschaffungs-Initiative als allgemein die Schweizer Stimmenden. Sie lehnten sie klar ab, gaben hingegen dem Gegenvorschlag ihre Zustimmung, wie eine Analyse der Auslandschweizer-Stimmen in acht Kantonen zeigt.
Am grössten ist der Unterschied in Appenzell-Innerrhoden: Nur 39,3% der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer stimmten der Ausschaffungs-Initiative zu (Kanton: 65,7% / Schweiz 52,9%). Ebenfalls gegenläufig zu den Ja-Mehrheiten «ihrer» Kantone stimmten die Auslandschweizer der Kantone Aargau, Basel-Stadt, Luzern, St. Gallen und Thurgau.
Auch in Waadt und Genf lehnten die Auslandschweizer die Ausschaffungsinitiative ab, hier jedoch in Einklang mit den Stimmenden ihrer Kantone.
Auffällig ist zudem, dass in sieben der acht Kantone die Auslandschweizerinnen und Auslandschweiz dem Gegenvorschlag zustimmten. Und zwar in den Kantonen Aargau, Basel-Stadt, St. Gallen, Thurgau und Waadt mit 59% Ja-Anteil oder mehr; einzig in Genf gab es mit 50,3% ein knappes Nein.
Zum Vergleich: Bei den Stimmenden allgemein stiess der Gegenvorschlag nicht auf Zustimmung, in keinem Kanton gab es eine Ja-Mehrheit, gesamtschweizerisch wurde die Vorlage mit 54,2% abgelehnt.
swissinfo.ch
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