Calmy-Rey appelliert für Pakistan-Hilfe
Für die Flutopfer in Pakistan ist ein internationales Engagement in bisher nicht dagewesenem Ausmass nötig: Das sagte Bundesrätin Micheline Calmy-Rey im Rahmen der Jahreskonferenz der Entwicklungsagenturen des Bundes in Basel.
Wenn es nicht zu einer internationalen Mobilisierung in bisher nicht dagewesenem Mass komme, um Nahrung und Wasser zu bringen, drohe in Pakistan eine Versorgungskrise, sagte die Aussenministerin vor Eröffnung der Konferenz vor den Medien.
Am eintägigen Anlass diskutierten Fachleute die Frage, wie die globale Ernährungssituation verbessert werden kann.
Calmy-Rey dankte der Schweizer Bevölkerung für deren Spenden am «Glückskette»-Sammeltag vom letztem Mittwoch, an dem rund 16 Mio. Franken zusammengekomnen sind. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) des Bundes hat laut der Bundesrätin bisher 4,5 Mio. Franken im Rahmen der Humanitären Hilfe aufgewendet.
Pakistan sei ein «tragisches Beispiel», mit dem wir derzeit konfrontiert seien, sagte sie. Weltweit seien indes 82 Länder verarmt und könnten die Nahrungsversorgung nicht sicherstellen.
Der Beitrag zu einer Verbesserung ist laut Calmy-Rey «im wohlverstandenen Eigeninteresse der Schweiz», denn weniger Armut bedeute weniger gewaltsame Konflikten, und dies wiederum mehr Sicherheit.
swissinfo.ch und Agenturen
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