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Blick in das Schweizer Parlament
(Keystone)

Die politische Landschaft der Schweiz zeichnet sich durch Stabilität aus. Vier Parteien dominieren bis heute die nationale Politik und sind seit Jahrzehnten in der Regierung vertreten.

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Es sind dies, ihrer Wählerstärke nach:

Informationen zu den einzelnen Parteien und ihren Programmen finden Sie unter dem entsprechenden Eintrag.

Schweizerische Volkspartei (SVP)

Für die grösste Veränderung in der politischen Landschaft seit den 1960er-Jahren sorgte der Aufstieg der rechts-konservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP)externer Link, die heute die wählerstärkste Partei im Lande ist.

In den 1990er-Jahren begann die SVP damit, sich verstärkt als Oppositionspartei der Rechten zu positionieren. Dabei engagierte sie sich gegen die Öffnung der Schweiz gegenüber internationalen Organisationen wie der UNO und der EU.

In den letzten Jahren sah sich die Partei jedoch vermehrt mit Meinungsunterschieden in ihren eigenen Reihen konfrontiert. Moderatere Parteimitglieder – darunter auch Regierungsmitglieder – wurden 2008 aus der Partei ausgeschlossen. Die dissidenten Kräfte gründeten schliesslich eine neue Partei, die Bürgerlich-Demokratische Partei (BDP)externer Link.

2015 konnte die SVP mit einer harten Linie in Ausländer- und Asylfragen ihren Wähleranteil von 26,6% auf 29,4% erhöhen – das beste Resultat einer politischen Partei in der Geschichte der Eidgenossenschaft. Gegenwärtig hält die Partei 68 der 200 Sitze in Nationalrat, 25 mehr als die zweitstärkste Partei, die Sozialdemokraten.

Sozialdemokratische Partei (SP)

Die Sozialdemokratische Partei (SP)externer Link steht im politischen Spektrum Mitte-links. Zwar musste die Partei in den letzten Jahren Verluste einstecken, sie ist aber immer noch die zweitstärkste Kraft im Nationalrat und die drittstärkste im Ständerat. Zum einflussreichen linken Flügel der SP gehören vor allem Abgeordnete aus der französischsprachigen Schweiz und von Gewerkschaften.

dossiers Eidgenössische Wahlen 2015

Ein Parlament, das rechter und weniger grün ist: Dies ist das Resultat der Eidgenössischen Wahlen vom 18. Oktober 2015. Den stärksten Zuwachs ...

Freisinnig-Demokratische Partei (FDP.Die Liberalen)

Die Mitte-rechts stehende Freisinnig-Demokratische Partei (FDP.Die Liberalen)externer Link steht der Wirtschaft nahe. Sie ist die Partei der Gründungsväter der modernen Schweiz von 1848 und schloss sich 2009 mit den Liberalen zusammen. Heute liegt sie im Nationalrat zahlenmässig an dritter Stelle, im Ständerat ist sie zusammen mit der Christlichdemokratischen Partei die stärkste Kraft.

Christlichdemokratische Volkspartei (CVP)

Die Christlichdemokratische Volkspartei (CVP)externer Link war ursprünglich eine konservativ-katholische Partei, heute ist sie im politischen Zentrum leicht rechts angesiedelt. Trotz Wählerverlusten in den letzten Jahren konnte die Partei ihre Stellung im Nationalrat verteidigen. Die CVP stellt zusammen mit den Freisinnigen die grösste Gruppe im Ständerat.

Grüne Partei

Die Grüne Parteiexterner Link hat ihre Wurzeln in Umweltgruppen, die sich in den 1970er-Jahren in einigen Kantonen gebildet hatten und vor allem den Bau neuer Autobahnen verhindern wollten. Den ersten Nationalratssitz gewann ein Grüner 1979 im Kanton Waadt, nach dem Zusammenschluss verschiedener Grüner Gruppen auf nationaler Ebene eroberte die Partei 1983 drei Sitze im Nationalrat und steigerte seither ihren Anteil stetig auf heute gegen 10%, was sie zur grössten Partei hinter den vier wählerstärksten macht. Gegenwärtig ist die Grüne Partei auch im Ständerat vertreten, nicht aber in der Landesregierung.

Etwa jeder 15. ist Parteimitglied

Gegen 7% der Schweizer und Schweizerinnen gehören einer Partei an.

Die wichtigsten politischen Parteien melden, sie hätten zwischen 30'000 und 120'000 Mitglieder in ihren Reihen. Die Mitgliederzahl sagt jedoch wenig über die Stärke der Parteien in Parlamenten und Regierungen aus.

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