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NEW YORK (awp international) - Die Finanzmarktreform von US-Präsident Barack Obama scheint erste Konsequenzen nach sich zu ziehen: Nach Informationen der Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg schliesst die Grossbank JP Morgan nach und nach ihren sogenannten Eigenhandel. In dem Segment spekuliert das Wall-Street-Haus auf eigene Rechnung etwa mit Rohstoffen, Anleihen oder Aktien.
Das Gesetz sieht eine striktere Trennung zwischen dem klassischen Spareinlagen- und Kreditgeschäft der Banken und dem teils hochriskanten Investmentbanking vor. Dadurch sollen die Gelder der Kunden besser geschützt und eine zweite Finanzkrise verhindert werden. JP Morgan ist in beiden Feldern stark vertreten.
Die Bankführung habe ihre Rohstoffhändler darüber informiert, dass als erstes der Eigenhandel in dieser Sparte eingestellt werde, berichtete Bloomberg. Später sollten die Anleihen und Aktien folgen. Die Bank selbst lehnte einen Kommentar ab. Zuvor hatte es bereits Spekulationen gegeben, die Investmentbank Goldman Sachs könnte Firmenteile auslagern.
Das Aus für den Eigenhandel wird laut Bloomberg auch zu Kündigungen führen. Insgesamt müssen demnach bis zu 95 Händler um ihre Jobs fürchten. Ein grosser Teil der Mitarbeiter sitzt in der europäischen Finanzmetropole London. Analysten schätzen, dass die neuen Gesetze JP Morgan bis zu 1,4 Milliarden Dollar an Gewinn kosten werden./das/DP/nmu

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