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BERLIN (awp international) - Im Streit um die Beteiligung privater Gläubiger an der Griechenland-Sanierung will Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) der Europäischen Zentralbank laut einem Pressebericht mit einem Kompromissvorschlag entgegenkommen. Nach den Plänen seines Ministeriums solle die griechische Regierung im Rahmen eines zweiten Rettungspakets neben Hilfszahlungen von 90 bis 120 Milliarden Euro auch Anleihen des europäischen Rettungsschirms EFSF erhalten, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Sonntag vorab.
Die Anleihen solle Athen an heimische Banken weiterreichen, die die Papiere als Sicherheiten für ihre Geldausstattung bei der EZB hinterlegen können. So wolle Schäuble einen Einwand der EZB ausräumen, an dem bislang ein Forderungsverzicht privater Gläubiger gescheitert ist, heisst es in dem Bericht.
Die Frankfurter Notenbank hatte stets erklärt, sie dürfe griechische Staatsanleihen dann nicht mehr als Sicherheit akzeptieren, weil diese auf die niedrigste Bewertungsstufe herabgesetzt werden, wenn Griechenland nicht in vollem Umfang seine Zahlungsverpflichtungen erfüllt.
Die Euro-Finanzminister beraten heute (Sonntag) in Luxemburg über weitere Hilfen für Schuldensünder Griechenland. Neben einem zusätzlichen Notpaket von bis zu 120 Milliarden Euro geht es auch um die Freigabe einer für Mitte Juli geplanten 12-Milliarden-Kredittranche der Europäer und des Internationalen Währungsfonds (IWF) aus dem "alten" Hilfsprogramm. Sollte das Geld nicht fliessen, wäre Griechenland pleite.
Damit der europäische Rettungsschirm EFSF für weitere Hilfen genügend Mittel bereitstellen könne, solle sein Finanzrahmen nach den deutschen Plänen so aufgestockt werden, dass er tatsächlich wie ursprünglich geplant 440 Milliarden Euro mobilisieren könne, meldet der "Spiegel". Dazu sollten die Mitgliedstaaten ihre Bürgschaften für die EFSF verdoppeln. Deutschlands Anteil solle danach von 123 Milliarden Euro auf 246 Milliarden Euro steigen./wn/DP/edh

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