Rega fliegt seit 50 Jahren Patienten in die Heimat
(Keystone-SDA) Bern – Der erste Flug mit einem Patienten war ein Ereignis: Vor 50 Jahren brachte die Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega) einen erkrankten Schweizer nach Hause. Heute sind Krankentransporte auf dem Luftweg Routine. Pro Jahr fliegt die Rega 700 Patienten in die Heimat.
Die erste Auslands-Mission führte die Rega im Mai 1960 nach Frankreich: Mit einer Piaggio P-166 flogen die Rega-Einsatzkräfte nach Chalôns-en-Champagne, um einen schwer erkrankten Mann zu repatriieren, wie die Rega am Montag mitteilte. Der Besitzer der Maschine, der Verleger Armin Meyer, sei damals oft selbst geflogen.
Fritz Bühler leitete die 1952 gegründete Rettungsflugwacht ab 1960 und führte die Auslandeinsätze ein. Dem Pionier sei es gelungen, Geschäftsleute zu überzeugen, ihre Flugzeuge für Rega-Einsätze zur Verfügung zu stellen, heisst es weiter.
Fünf Jahrzehnte später ist die Rega nicht mehr auf Flugzeuge von Privatpersonen angewiesen. Mit drei eigenen Ambulanzflugzeugen vom Typ Challenger CL 604 sei es möglich, selbst intensivpflegebedürftige Patienten zu transportieren.
Erst vor wenigen Tagen flogen die Rettungskräfte eine schwer kranke Frau aus China in die Schweiz. Eine solche Aktion ist allerdings trotz modernster Technik kein Spaziergang: Die Rega-Maschine war 21 Stunden in der Luft und musste in Novosibirsk zwischenlanden. Die Patientin war elf Stunden an Bord.