Roland Collombin hat Angst vor dem Sterben
Kürzlich ist ein Tumor in der Leber von Ski-Legende Roland Collombin entfernt worden. Er sei zuversichtlich, sagt der 74-Jährige in einem Interview, in dem er auch über seine Angst vor dem Tod spricht.
(Keystone-SDA) «Ich habe Angst vor dem Sterben – weil das Leben so wunderschön ist und es nicht enden soll», sagt der Walliser in einem am Montag veröffentlichten Gespräch mit Tamedia.
Vergangenes Jahr wurde bei ihm Krebs diagnostiziert. «Alles hat mit mit Problemen im Hals angefangen», sagt Collombin. Er habe auch oft gehustet und sei zum Arzt gegangen. «Es wurde Krebs im Bereich des Halses diagnostiziert und leider war offensichtlich, dass auch die Leber betroffen ist.» Für den Hals habe eine Chemotherapie ausgereicht, für die Leber jedoch nicht.
Nun wurde ihm ein kleiner Teil der Leber entfernt. «Die Leber funktioniere gut, heisst es. Ich bin zuversichtlich», sagt der ehemalige Skirennfahrer. Er war drei Wochen lang im Spital. «Das war die Hölle für mich.» Er sei die ganze Zeit künstlich ernährt worden. Vergangenen Freitag durfte er das Spital wieder verlassen und erholt sich nun zurück im Wallis. Später steht nochmals eine Chemotherapie an. «Alle sind optimistisch. Aber eine Garantie habe ich natürlich nicht, erst recht nicht als 74-Jähriger», sagt er.
Collombin will das Leben weiterhin intensiv geniessen. Im Januar möchte er an die Weltcuprennen nach Kitzbühel reisen. «Für ein Skifest bin ich in jedem Zustand zu haben», sagt er. 1972 gewann Collombin im japanischen Sapporo Olympiasilber. Tamedia bezeichnet ihn auf und neben der Piste als den «wohl wildesten Skifahrer, den die Schweiz je hatte».