Corippo oder neue Lebensgeister für aussterbendes Dorf

Corippo im Verzascatal ist ein Juwel. Doch das Dorf stirbt einen langsamen Tod – nur noch zwölf Menschen leben dort. Um zu überleben, wird der kleine Ort nun zum Hotel.

Einst lebten über 300 Menschen in den alten Steinhäusern, die mit engen Gässchen verbunden sind, ebenfalls aus Stein. 

Heute ist das malerische Örtchen weitgehend leer. Nur noch ein Dutzend Personen lebt dort, die meisten von ihnen im Rentenalter. Jetzt sollen Feriengäste neues Leben in die alten Häuser bringen.

Dies zumindest in der Sommerzeit. Dazu haben die letzten Einwohner die Stiftung Corippo ins Leben gerufen. Ziel: die Wiederbelebung ihres Ortes durch sanften Tourismus.

Fabio Giacomazzi, der Architekt der Stiftung, hat jüngst das Konzept vorgestellt: Das Dorfrestaurant wird zum Empfang, der Dorfplatz zur Lobby unter freiem Himmel, die Gässchen zu Korridoren und einige der alten Häuser zu Hotelzimmern. Die ersten Gäste können im Sommer 2019 einziehen.

Die Umbauten und Erneuerungen der ersten Phase sollen gut drei Millionen Franken kosten.

Politisch ist der Untergang Corippos längst besiegelt: Es wird 2020 Teil der neugeschaffenen Gemeinde Verzasca, die sieben Dörfer mit rund 900 Einwohnern vereint. (RTS/SDA/swissinfo.ch)

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