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Schatten kühlt Zootiere besser als Glacé

Glacé im Sommer gibt es nicht nur für Menschen, sondern auch für die Tiere im Zoo Zürich. Beim Abkühlen hilft es aber mehr, wenn sich die Tiere in den Schatten stellen.

(Keystone-SDA) Süsse Bilder gibt es sicher, wenn sich Brillenbären oder Gorillas am Futterglacé zu schaffen machen. Eine Hitzestrategie sind die kalten Überraschungen aber eher nicht, wie Severin Dressen, Direktor des Zoos Zürich sagt. «Futterglacé ist für die Tiere vor allem eine Beschäftigungstherapie», erklärte er am Montag vor den Medien. Im Innern des Eisblocks befindet sich das eigentliche Futter. Echte Kühlung bringen die Glacés nicht. Also eigentlich sehr ähnlich wie bei den Menschen.

Doch die Tiere kämen im allgemeinen gut mit der Hitze zu recht. «Würden die Tiere leiden, dürften wir sie nicht halten», so Dressen. Die üblichste Strategie ist die Suche nach Schattenplätzen, darin unterscheiden sich Tiere ebenfalls nicht gross von Menschen. Auch Tiere, die in der Savanne leben, wie das Nashorn oder die Giraffe, ziehen sich gerne in den Schatten zurück.

Pinguine müssen drin bleiben

Tiere, die ursprünglich aus kälteren Regionen kommen, leben im Zoo Zürich nur noch wenige. Schon 1999 gab er die Haltung der Eisbären auf. Doch die Königspinguine sind geblieben. In den kühlen Monaten sehen die Besucherinnen und Besucher die Bewohner der Subantarktis auch mal auf der Pinguinparade durch den Zoo spazieren. Allerdings müssen die Temperaturen dafür unter 10 Grad liegen und die Pinguine Lust auf den Marsch haben.

Ob es im Sommer also 20 Grad und regnerisch ist oder die Temperaturen dauerhaft über 30 Grad bleiben, spielt für die Pinguine keine Rolle – sie bleiben in ihrem abgekühlten Innenbereich, wo 6 bis 8 Grad herrschen.

Auch im Grosskatzenbereich lebt eine Tierart, die es gerne kühler mag: Die Schneeleoparden. Die gefährdete Art mit dem dichten Fell lebt im Hochgebirge Zentralasiens im Sommer gerne über der Baumgrenze. Im Zoo ziehen sie sich darum gerne in kühlere Bereiche zurück.

Elefanten, laut Dressen vor allem jüngere, nehmen in ihrem Bereich zwischendurch gerne ein Bad. Zur Abkühlung begeben sie sich aber auch gerne in die Schlammkuhlen oder machen es wie die anderen Tiere und stellen sich in den Schatten.

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