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Schillerpreis geht an Thomas Hürlimann

Der Schillerpreis hilft mit, Literatur in allen Landessprachen zu fördern.

(Keystone)

Für seinen Roman "Vierzig Rosen" erhält der Schriftsteller Thomas Hürlimann den Schillerpreis 2007. Ausgezeichnet werden auch Christian Haller und der Rätoromane Leo Tuor.

Insgesamt ehrt die Schweizerische Schillerstiftung dieses Jahr sechs Literaten aus allen vier Sprachregionen. Die Preise werden an den Solothurner Literaturtagen verliehen.

Der 57-jährige Thomas Hürlimann werde für seine "nicht unkritische Hommage" an seine Mutter und ihre "mirakulöse jüdische Familiengeschichte" in seinem Roman "Vierzig Rosen" geehrt, heisst es in der Begründung der Schweizerischen Schillerstiftung vom Montag.

Die Jury lobte insbesondere Hürlimanns "traumwandlerisches Gespür für Rhythmus und Tempo" und seine "messerscharfen Dialoge".

Der zweite Deutschschweizer Preisträger, der 64-jährige Aargauer Christian Haller, wird für seine "Trilogie des Erinnerns" ausgezeichnet, die er 2006 mit "Die besseren Zeiten" abgeschlossen hat.

"Der Autor versteht es, seine Protagonisten so genau in Landschaft und Zeit zu verorten, dass die politische und wirtschaftliche Geschichte der Schweiz über fast ein Jahrhundert sichtbar wird", begründete die Jury ihre Wahl.

Verleihung an den Solothurner Literaturtagen

Die 53-jährige Lausanner Lyrikerin José-Flore Tappy, Übersetzerin unter anderem der Gedichte von Erika Burkart, wird für ihren letzten Gedichtband "Hangars" sowie für ihr bisheriges Gesamtwerk geehrt. Die Jury lobte die "vibrierende, schmerzhafte Intensität und Schönheit" ihrer Gedichte.

Der auch in der Deutschschweiz bekannte 47-jährige Rätoromane Leo Tuor bekommt den Schillerpreis für "Settembrini - Veta e meinis", ein "ungewöhnliches, intelligentes und überaus unterhaltsames Buch" über Jäger, eine "messerscharfe, aber gleichzeitig auch humorvolle Beschreibung dieser Spezies alpiner Sonderlinge".

Den Schillerpreis für italienischsprachige Literatur teilen sich die Lyriker Pietro De Marchi und Gilberto Isella. De Marchi wird für den Band "Replica", eine Sammlung von Gedichten und Kurzprosa, geehrt, Isella für den Gedichtband "Corridoio polare".

Die Schweizerische Schillerstiftung ist die einzige Schweizerische Institution, die Literaturpreise an Autoren aller vier Landesteile vergibt. Jeder Schillerpreis ist mit 10'000 Franken dotiert. Verliehen werden die Preise dieses Jahr am Auffahrtstag (17. Mai) zum Auftakt der Solothurner Literaturtage.

swissinfo und Agenturen

Schillerstiftung

Die Schweizerische Schillerstiftung in Zürich ist eine gemeinnützige Stiftung, die 1905, im 100. Todesjahr Friedrich Schillers, gegründet wurde.

Stiftungszweck ist, "wichtige Werke der schweizerischen Dichtkunst durch jährliche Preise" sowie alle 4 bis 6 Jahre den Grossen Schillerpreis zu verleihen, "begabte schweizerische Schriftsteller" zu fördern und "in Not geratene Schriftsteller und deren Familien" zu unterstützen (zit. nach der Satzung von 2004).

Dazu wählt das Eidgenössische Departement des Innern den Stiftungsrat, der aus 11 bis 15 Mitgliedern besteht, die ihr Ehrenamt für jeweils vier Jahre ausüben.

Sie ist die einzige schweizerische Institution, die Preise und Unterstützungen an Autoren aller vier Landessprachen vergibt.

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