Schweiz gegen Slowenien: Nur 2:2 trotz Überzahl

Kubilay Türkyilmaz im Zweikampf mit Karic Amir. Keystone

Zwei Türkyilmaz-Tore reichten nicht zum Auswärtserfolg gegen die dezimierte slowenische Mannschaft. Die Schweiz liegt nun in der WM-Ausscheidungs-Gruppe auf Platz 3.

Dieser Inhalt wurde am 11. Oktober 2000 - 14:35 publiziert

Zwei Treffer von Kubilay Türkyilmaz, beide Male nach schweren Fehlern des gegnerischen Torhüters, reichten der Schweiz nicht zum wichtigen Auswärtserfolg im Rennen um eine WM-Teilnahme 2002. So schafften die Schweizer gestern gegen Slowenien in Ljubljana nur ein 2:2-Unentschieden, obwohl sie 52 Minuten lang in Überzahl agieren konnten und zweimal in Führung gegangen waren.

Dennoch scheint Nationalcoach Enzo Trossero mit dem Resultat nicht unzufrieden: "Wir haben gegen ein grossartiges Slowenien einen Punkt gewonnen, nicht zwei verloren. Schade, dass wir zwei Mal eine Führung verspielten."

Nach nur 20 Minuten brachte ein Freistoss von Türkyilmaz der Schweizer Nationalmannschaft die unerwartete Führung. Nach der Gelb-Roten Karte für den Slowenen Amir Karic gelang Servette-Stürmer Ermin Siljak jedoch bereits sechs Minuten später in Unterzahl der 1:1-Ausgleich. Türkyilmaz schoss die Schweiz in der 66. Minute nach einem weiteren Fehler von Torhüter Dabanovic erneut in Führung. Doch zwölf Minuten vor Schluss gelang der nun entfesselten slowenischen Mannschaft durch einen unhaltbaren Aufsetzer von Ersatzspieler Milenko Acimovic der hochverdiente Ausgleich.

Die Schweiz liegt nun mit vier Punkten in der Zwischen-Rangliste der WM-Ausscheidungs-Gruppe 1 hinter Russland (6 Punkte) und Slowenien (5 Punkte) nur auf dem dritten Platz. Die Russen haben gestern Luxemburg zu Hause mit 3:0 geschlagen und ohne Verlustpunkt die Spitze übernommen.

"Zwei Konzentrationsfehler kosteten uns den möglichen Sieg", analysierte Captain Ciriaco Sforza den Spielverlauf. "Wir haben den Gegner beherrscht, schalteten aber jeweils nach unseren Führungstreffern einen Gang zurück." Die WM-Chance der Schweiz betrachtet er aber weiterhin als intakt, obwohl er gegen die starken Jugoslawen nicht spielen wird. Sforza kassierte wegen einem Foul bereits seine zweite Verwarnung in dieser WM-Kampagne und ist damit im dritten Ausscheidungsspiel am 24. März in Jugoslawien gesperrt.

swissinfo und Agenturen


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