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Schweiz noch nicht e-ready

60 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer fühlen sich vom Internet nicht angesprochen oder misstrauen ihm. Die Schweizer Wirtschaft hat mit dem neuen Medium weniger Mühe.

Dieser Inhalt wurde am 24. Oktober 2000 - 17:48 publiziert

Dem Internet wird in der Mehrzahl in der Schweiz nicht nur ablehnend begegnet, nein, es ist auch ein Stressfaktor: 71 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer fühlen sich von der neuen Technologie gestresst; die Anpassung an neue Medien missfällt ihnen. Dies sind die Kernaussagen einer Umfrage bei 1'000 in der Schweiz wohnhaften Personen durch das französischsprachige Wirtschaftsmagazin "Bilan".

Dieses relative Misstrauen gegenüber dem Internet wird durch eine Umfrage des Staatssekretariats für Wirtschaft (seco) bestätigt. Nach den ersten Resultaten einer seco-Umfrage, die am Dienstag (24.10) bekannt gegeben wurde, haben sich bisher nur etwa die Hälfte der Befragten ins Internet gewagt.

Bildungsoffensive für eine Wirtschaft im Netz

Dem Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) schwebt eine Bildungsoffensive vor. Ein nationaler Bildungsserver soll den Zugang zu Informationen erleichtern, Weiterbildung beim Lehrpersonal aller Stufen ist geplant und neue Ausbildungskonzepte im Informatikbereich sollen eingeführt werden.

Die meisten Unternehmen sind mit dem Internet vertraut: 57 Prozent aller KMUs nutzen das Internet, mehr als die Hälfte betreiben schon eine eigene Website. Das ist eine Verdoppelung innert 16 Monaten.

Das seco sieht aber auch Handlungsbedarf im Gesetz. So soll die digitale Signatur der eigenhändigen Unterschrift gleichgestellt werden. Den Bedürfnissen der Wirtschaft will der Bund ebenso Rechnung tragen wie dem Konsumenten- und Datenschutz.

Die New Economy wird von der Bevölkerung allerdings ebenso misstrauisch beäugt wie das Netz selber: Für 53 Prozent der Befragten sind die Unternehmen der "new economy" Spekulationsfirmen, die nur wenige Arbeitsplätze schaffen, sagt die Umfrag der "Bilan".

swissinfo und Agenturen

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