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Kondom

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Finden Sie es ok, wenn ein Mann beim Sex heimlich das Kondom abstreift? Ein Schweizer Gericht sagt: Das ist höchst verwerflich – aber nicht strafbar. Lesen Sie unten, warum.

Herzliche Grüsse aus Bern

Ein Mann hält den Schlüssel eines Maseratis
© Keystone / Gaetan Bally

Die Vermögen der 300 Reichsten in der Schweiz sind 2019 um 27 Milliarden auf total 702 Milliarden Franken gestiegen, wie die jährliche publizierte Liste des Wirtschaftsmagazins Bilanz zeigt. Noch nie waren die Reichsten so reich.

Dass die Reichen noch reicher wurden, liegt daran, dass es an der Börse und auf dem Immobilien- sowie Kunstmarkt gut läuft, wodurch sich die Vermögen vermehren.

An der Spitze der Allerreichsten steht unverändert die Kamprad-Familie (Ikea). An zweiter Stelle kommen die Familien Hoffmann und Oeri (Pharma-Branche). Auf den dritten Platz schafft es neu Chanel-Grossaktionär Gérard Wertheimer.

Unter den 300 Reichsten in der Schweiz führt das Wirtschaftsmagazin Bilanz 139 Milliardäre auf. Jeder 15. Milliardär weltweit lebt in der Schweiz oder hat einen Schweizer Pass.

5G-Antenne
© Keystone / Martial Trezzini

Der Mobilfunkstandard 5G könnte so einiges revolutionieren: Das Internet der Dinge, Remote Work, Live-Videoübertragungen… Doch die Technologie ist umstritten. Ein Bericht streut nun Zweifel, statt die drängendsten Fragen zu klären.

Ob der Mobilfunkstandard 5G die Gesundheit gefährdet, konnte die vom Bundesrat eingesetzte Arbeitsgruppe «Mobilfunk und Strahlung» nicht klären. Ebenso wenig die Frage, ob die Anlagegrenzwerte angepasst werden sollten.

Nur so viel ist klar: Ohne Erhöhung der Grenzwerte wird es 20 bis 30 Jahre dauern, bis der Mobilfunkstandard 5G in der ganzen Schweiz eingeführt ist.

Die Arbeitsgruppe verzichtete auf eine Empfehlung an den Bundesrat. Die NZZ schreibt dazu: «Der über 120 Seiten lange Bericht ist also nicht der erhoffte Befreiungsschlag in der Debatte um den neuen Mobilfunkstandard 5G.»

Ein Hund mit EU-Shirt
Copyright 2019 The Associated Press. All Rights Reserved

Was haben die Schweiz und Grossbritannien gemeinsam? Die Umsetzung von knappen Volksentscheiden bereitet Kopfzerbrechen: Was der Brexit für das UK, ist die «Masseneinwanderungs-Initiative» für die Schweiz.

Falls die Labour-Partei an die Macht kommt, wird ein zweites Brexit-Referendum anberaumt. Viele Briten wittern einen Verrat des Volkswillens. Das Brexit-Debakel ähnelt der lauwarmen Umsetzung der «Masseneinwanderungs-Initiative» in der Schweiz, die zur Lancierung einer zweiten Volksinitiative führte.

Die Briten könnten Lehren aus der Schweizer Politik ziehen, welche Fragen bei einem allfälligen zweiten Referendum zu stellen seien, finden Demokratie-Experten. Entscheidend sei, dass das neue Referendum der Öffentlichkeit nicht als Rückgängigmachung eines falschen Entscheids verkauft werde, so ein Schweizer Politik-Experte.

Laut unserem Korrespondenten für direkte Demokratie, Bruno Kaufmann, muss man das Brexit-Referendum als eine Art Vorabstimmung betrachten. Ein zweites Referendum, eine Art «Bestätigungsabstimmung» über einen klar umrissenen Deal, könnte zu mehr Legitimität beitragen.

Kondom
© Keystone / Christian Beutler

Wissen Sie, was «Stealthing» bedeutet? Ich wusste es bis heute nicht. Damit bezeichnet man das heimliche Abziehen des Kondoms vor dem Geschlechtsverkehr. Und das ist in der Schweiz nicht strafbar.

Das Zürcher Obergericht hat einen jungen Mann freigesprochen, der während des Geschlechtsverkehrs heimlich sein Kondom abgestreift haben soll. Laut Gericht gibt es keine gesetzliche Grundlage für eine Verurteilung.

Das Problem: Die junge Frau war mit dem Sex grundsätzlich einverstanden. Es ging nur um das Wie. Die bestehenden Straftatbestände wie Schändung und Vergewaltigung schützen die sexuelle Integrität. Der jungen Frau ging es aber um ihre Gesundheit.

Das Verhalten des Beschuldigten falle deshalb nicht unter den Straftatbestand der Schändung, auch wenn es «höchst strafwürdig» und in moralischer Hinsicht verwerflich sei, so die Richter. Nun sei der Gesetzgeber gefordert.

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Diese Gelegenheit hat App-Benutzer Michael Sartori aus Los Angeles genutzt und uns folgende Frage gestellt:

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