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Guy Parmelin

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

In knapp einem Monat kommen fünf Vorlagen zur Abstimmung. Am meisten zu reden geben die Agrarinitiativen. Deren Bekämpfung ist für Bundespräsident (und Bauer) Guy Parmelin eine Herzensangelegenheit.

Herzliche Grüsse aus dem Homeoffice (in Bern)

Guy Parmelin
Keystone / Peter Klaunzer

Die Abstimmungen kommen näher: Der oberste Bauer der Nation, Bundespräsident Guy Parmelin, nimmt in einem Interview Stellung.

Eine wachsende Kluft zwischen Stadt und Land – diese Diagnose hört man in der Schweiz häufig. Der Bundespräsident Guy Parmelin macht den fehlenden Kontakt zwischen der bäuerlichen Welt und allen anderen dafür mitverantwortlich.

Die Landwirte hätten in den letzten 25 Jahren phänomenale Fortschritte im Umweltbereich gemacht. Nur habe man es nicht geschafft, dies der Öffentlichkeit zu erklären, sagt Parmelin: «Ich eingeschlossen.»

Der Abstimmungskampf nimmt an Fahrt auf – und auch die Nervosität in der Bauernschaft. Denn die Vorlagen (Trinkwasser/Pestizide) haben durchaus das Zeug, die heutige Landwirtschaft gehörig umzupflügen, wie auch Parmelin sagt. Im Interview geht es – Überraschung! – auch noch um ein weiteres heisses Eisen: Das Rahmenabkommen.

  • Lesen Sie auf WatsonExterner Link das Interview mit Bundespräsident Guy Parmelin.
  • In Interviews mit der Pro- und Contra-Seite haben wir über die Agrarinitiativen gesprochen.
  • Hier finden Sie die Resultate der jüngsten SRG-Umfrage zu den Abstimmungen vom 13. Juni.
  • Und: Am 12. Mai organisieren wir exklusiv für Sie eine hochkarätige Online-Debatte. Alle Infos dazu gibt es hier.
Doris Leuthard
Keystone / Salvatore Di Nolfi

«Föderalismus hilft nicht unbedingt.» So urteilt Doris Leuthard über den Stand der Schweizer Digitalisierung in Zeiten von Corona.

Rücken politische Stichdaten näher, tauchen regelmässig frühere Mitglieder der Regierung auf, um ihre Sicht der Dinge zu erläutern. Das dachte ich heute Morgen, als ich das Interview mit Ex-Bundesrätin Doris Leuthard zu lesen begann.

Ich täuschte mich aber: Leuthard wurde nicht zu den Abstimmungen vom 13. Juni befragt, sondern zu einem Anliegen, das die Schweiz zur Vorreiterin in Sachen Digitalisierung machen könnte. Ein ambitioniertes Ziel, wenn man sich in Erinnerung ruft, wie viele technische Mängel und Defizite sich in den letzten Monaten offenbarten.

Kurz gesagt geht es bei der Swiss Digital Initiative um ein Label für gute Apps, ein Art Zertifizierung für Unternehmen, die beispielsweise Datensicherheit ernst nehmen. Leuthard fasst das so zusammen: «Wir bringen den Unternehmen ein gewisses Vertrauen entgegen, aber der Staat setzt Leitplanken. Diese Regulierung müssen wir jetzt für die digitale Welt erarbeiten.»

  • In der NZZExterner Link finden Sie das Interview mit Doris Leuthard. (Paywall)
  • Die Pandemie zeigte auf, dass die Schweiz insbesondere bei den digitalisierten Patientendaten nachhinkt. Lesen Sie dazu den Beitrag meiner Kollegin Sara Ibrahim.
  • Fühlen Sie sich durch Algorithmen manipuliert? Hier geht es zu unserer Debatte!


Musée de Penthes
Musée de Penthes

Die Stiftung für die Geschichte der Schweizer in der Welt, die seit 1978 ein Museum bei Genf betreibt, ist Covid-19 zum Opfer gefallen.

Stiftungspräsident Ronald Asmar sagte der «Tribune de Genève», er habe «alles Mögliche» getan, um die Stiftung zu retten, aber die finanziellen Auswirkungen der Pandemie seien nicht zu bewältigen gewesen. Das bedeutet für die Stiftung den Konkurs, die Schliessung des «Museums der Schweizer in der Welt», auf Deutsch besser bekannt als «Auslandschweizer-Museum». Ein Dutzend Mitarbeitende werden entlassen.

Auf der Website des Museums heisst es, die Institution wolle, «die Geschichte des Schweizer Volkes aus einem anderen Blickwinkel beleuchten, durch das Schicksal von Männern und Frauen, die ihre Heimat verliessen und der Welt ihren Stempel aufdrückten». Die Ausstellungen konzentrierten sich auf verschiedene Auslandschweizer-Biografien, von frühen Söldnern bis zu modernen Diplomaten, Bankiers, Forschern oder Künstlern.

Margret Fusbahn
Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Die Schweiz und ihre Pionierinnen: Als eine Pilotin zum ersten Mal fast 5000 Höhenmeter erreichte.

In den 1920er-Jahren machte die St. Gallerin Margret Fusbahn als eine der ersten Schweizerinnen das Flugbrevet. Bereits im Alter von 22 Jahren stellte sie einen Höhenrekord auf – eine beeindruckende Bilanz, bedenkt man die Vorurteile und Hindernisse, denen Pilotinnen ausgesetzt waren.

Auch an Abenteuern mangelte es nicht: Im Oktober 1932 brachen Margret und Ludwig-Werner Fusbahn von Basel auf nach Abessinien, dem heutigen Äthiopien. Eine Strecke von 11’000 Kilometern in mehreren Etappen über die Alpen und das Mittelmeer. Das «fliegende Ehepaar» übernahm abwechselnd den Steuerknüppel.

Ihr Leben führte sie noch an zahlreiche weitere Stationen. Sie starb 2001 in Portugal, die Luftfahrt begleitete sie – wie auch die Erinnerung an die Heimat – bis an ihr Lebensende. Alle Menschen, so wünsche sie sich, sollten bei Geburt ein Ticket für einen Alpenflug erhalten: «Dann wüsste jeder Mensch, warum er lebt.»

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