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Porträt von Severin Schwan, CEO vom Schweizer Pharma-Multi Roche

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Der Boss des Pharmariesen Roche kriegt über 40'000 Franken – für einen Steuerberater. Und wer füllt Ihre Steuererklärung aus?

Herzliche Grüsse aus Bern

Porträt von Severin Schwan, CEO vom Schweizer Pharma-Multi Roche
Keystone

Wer hat, dem wird gegeben: Der Basler Pharma-Multi Roche zahlte 2020 seinem Boss knapp 43’000 Franken – für einen Steuerberater.

Über 15 Mio. Franken hat Roche-Boss Severin Schwan im letzten Jahr verdient. Nur Sergio Ermotti, der mittlerweile abgetretene Kapitän der Grossbank UBS, garnierte noch gut drei Millionen mehr.

Da nimmt sich der Posten für die Steuerberatung als Klacks aus. Die Bedeutung dahinter ist aber nicht zu unterschätzen: a) sollen die Top-Shots ihre wertvolle Zeit nicht mit Banalitäten wie dem Ausfüllen der Steuererklärung verplempern, und b) wollen die Konzerne so sichergehen, dass die Angaben wasserdicht sind. Schliesslich wäre ein Prozess wegen Steuerbeschiss schlecht fürs Image.

Schweizer Auswanderer-Familie mit Kindern in Kanada
SRF-SWI

Das Land, in das nur Schweizer Männer auswandern: Sie können dreimal raten! Es ist aber nicht Kanada.

Fernweh, Karriere, die Liebe: Es gibt viele Gründe, die Schweizerinnen und Schweizer in die Welt hinausziehen lässt.

Nun, die Realität sieht meist nüchtern aus, sprich: Europa ist das Ziel Nummer eins.

Um auf die obige Frage zurückzukommen: Es ist der Vatikan! 165 Männer sind zwischen 2011 und 2019 in den Kirchenstaat gezogen – als Mitglieder der päpstlichen Schweizergarde. Frauen sind dort keine erlaubt.

Frosch im Schnee in den Bergen
Anne Delestrade, WSL

In den Schweizer Bergen tobt ein stiller Überlebenskampf, ausgelöst durch den Klimawandel.

Nein, der aktuelle Bergfrühling ist eine Ausnahme, liegen in höheren Lagen doch noch Unmengen Schnee.

Sonst aber ist in den letzten Jahren die Jahreszeit des Spriessens, Blühens und der Fortpflanzung länger und länger geworden – weil es immer wärmer wird.

Die Strategie von Flora und Fauna in den Bergen heisst: «Der Wärme entfliehen, also höher rauf!» Doch bei manchen Arten dauert diese «Flucht nach oben» für ein paar Meter Jahre oder gar Jahrzehnte.

Junge Menschen sitzen auf dem Rasen im Park
Keystone /Jean-Christophe Bott

Sie steht im Zentrum der Sommersession des Schweizer Parlaments: Die Sanierung der Altersversicherung.

Kleine Anpassungen statt grosse Reformen: Die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV), dieses Tafelsilber der Schweizerischen Sozialwerke, ist dringend renovationsbedürftig. Immer weniger arbeitstätige Junge müssen die Renten von immer mehr Pensionierten sichern.

Allenfalls drohen riesige Löcher – gleichbedeutend mit dem Bröckeln des sozialen Kitts in der vielgestaltigen Schweiz.

Im Zentrum eines neuen Reformversuchs stehen die Frauen, deren Rentenalter von 64 auf 65 Jahre heraufgesetzt werden soll. Doch ohne Kompensationen für eine «Übergangs-Generation» droht der Reform das Scheitern an der Urne – einmal mehr.

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