Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Der Boss des Pharmariesen Roche kriegt über 40'000 Franken – für einen Steuerberater. Und wer füllt Ihre Steuererklärung aus?
Herzliche Grüsse aus Bern
Wer hat, dem wird gegeben: Der Basler Pharma-Multi Roche zahlte 2020 seinem Boss knapp 43’000 Franken – für einen Steuerberater.
Über 15 Mio. Franken hat Roche-Boss Severin Schwan im letzten Jahr verdient. Nur Sergio Ermotti, der mittlerweile abgetretene Kapitän der Grossbank UBS, garnierte noch gut drei Millionen mehr.
Da nimmt sich der Posten für die Steuerberatung als Klacks aus. Die Bedeutung dahinter ist aber nicht zu unterschätzen: a) sollen die Top-Shots ihre wertvolle Zeit nicht mit Banalitäten wie dem Ausfüllen der Steuererklärung verplempern, und b) wollen die Konzerne so sichergehen, dass die Angaben wasserdicht sind. Schliesslich wäre ein Prozess wegen Steuerbeschiss schlecht fürs Image.
- Roche-Chef bekommt 43’000 Franken für private SteuerberatungExterner Link – Beitrag des Tages-Anzeigers (Paywall).
- Tests sei Dank: Roche als Pandemie-Gewinnerin
- Tamiflu: Auch Swissmedic will mehr wissen. Aus unserem Archiv: 2005 hatte Roche mit dem hochgelobten Grippe-Medikament so seine Probleme.
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Das Land, in das nur Schweizer Männer auswandern: Sie können dreimal raten! Es ist aber nicht Kanada.
Fernweh, Karriere, die Liebe: Es gibt viele Gründe, die Schweizerinnen und Schweizer in die Welt hinausziehen lässt.
Nun, die Realität sieht meist nüchtern aus, sprich: Europa ist das Ziel Nummer eins.
Um auf die obige Frage zurückzukommen: Es ist der Vatikan! 165 Männer sind zwischen 2011 und 2019 in den Kirchenstaat gezogen – als Mitglieder der päpstlichen Schweizergarde. Frauen sind dort keine erlaubt.
- Wohin Schweizerinnen und Schweizer auswandern – der Bericht unseres Datenjournalisten Jonas Glatthard.
- Als der Vatikan in die Schweiz kam – Galerie von 2018 zu den Papstbesuchen in der Schweiz.
- Aus- und Einwanderung als Konstanten der Schweizer GeschichteExterner Link – Artikel aus dem Historischen Lexikon der Schweiz.
In den Schweizer Bergen tobt ein stiller Überlebenskampf, ausgelöst durch den Klimawandel.
Nein, der aktuelle Bergfrühling ist eine Ausnahme, liegen in höheren Lagen doch noch Unmengen Schnee.
Sonst aber ist in den letzten Jahren die Jahreszeit des Spriessens, Blühens und der Fortpflanzung länger und länger geworden – weil es immer wärmer wird.
Die Strategie von Flora und Fauna in den Bergen heisst: «Der Wärme entfliehen, also höher rauf!» Doch bei manchen Arten dauert diese «Flucht nach oben» für ein paar Meter Jahre oder gar Jahrzehnte.
- Klimawandel: In den Schweizer Bergen kämpfen Flora und Fauna ums Überleben – Bericht meines Kollegen Simon Bradley.
- Vom Sterben der GletscherExterner Link – Themenschwerpunkt des WWF (2020).
- So stark trifft der Klimawandel die Schweiz – unser grosser Hintergrund mit Grafiken (2019).
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Sie steht im Zentrum der Sommersession des Schweizer Parlaments: Die Sanierung der Altersversicherung.
Kleine Anpassungen statt grosse Reformen: Die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV), dieses Tafelsilber der Schweizerischen Sozialwerke, ist dringend renovationsbedürftig. Immer weniger arbeitstätige Junge müssen die Renten von immer mehr Pensionierten sichern.
Allenfalls drohen riesige Löcher – gleichbedeutend mit dem Bröckeln des sozialen Kitts in der vielgestaltigen Schweiz.
Im Zentrum eines neuen Reformversuchs stehen die Frauen, deren Rentenalter von 64 auf 65 Jahre heraufgesetzt werden soll. Doch ohne Kompensationen für eine «Übergangs-Generation» droht der Reform das Scheitern an der Urne – einmal mehr.
- Das sind die fünf umstrittensten Vorlagen der SommersessionExterner Link – Vorschau des Bundeshaus-Korrespondenten von Schweizer Radio SRF.
- Rentenreform in der Schweiz: Mount Everest statt Matterhorn – im Video aus unserer Serie Democracy Lab erklärt Politikwissenschaftlerin Silja Häusermann, wo die Klippen für solche Vorhaben sind.
- Zoff um AHV-Vorlage: Einmal mehr droht einer Rentenreform der AbsturzExterner Link – Watson.ch zum selben Thema.
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