Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Das nasse Wetter hat die Schweiz weiterhin fest im Griff. Für mehrere Gewässer gilt die höchste Hochwasser-Warnstufe.
Herzliche Grüsse aus Bern, und bleiben Sie trocken
Die Hochwasser-Situation in der Schweiz spitzt sich zu.
Meistens laufe ich zur Arbeit. Heute Morgen habe ich mich echt gefragt, warum ich ohne Mütze das Haus verlassen habe. Es ist Mitte Juli, und es ist unangenehm kühl. Wenigstens regnete es nicht – aber nur für kurze Zeit: Bereits vor dem Mittag hatten wir hier in Bern schon wieder Starkregen.
In weiten Teilen der Schweiz ist die Situation nicht anders. Das Land kommt regenmässig nicht zur Ruhe. Die Böden nehmen das Wasser nicht mehr auf. So gilt gegenwärtig höchste Hochwasser-Warnstufe für den Vierwaldstätter-, den Thuner- und den Bielersee. Wegen der anhaltenden Niederschläge drohen vielerorts weitere Überschwemmungen, Erdrutsche, Dammbrüche und Murgänge.
Schuld daran soll der Jetstream von Westen nach Osten sein, der durch den Klimawandel beeinflusst wird. Er verläuft gegenwärtig in Wellenform und nicht wie üblich mehr oder weniger gleichmässig. So erklären sich auch die rekordhohen Temperaturen in Kanada und Skandinavien – oder eben die nasskalte Situation in der Schweiz.
- Der Live-Ticker zu den starken Unwettern in der SchweizExterner Link von SRF News.
- Auch der Blick bietet heute einen Live-Ticker zur WettersituationExterner Link.
- Mit dem Klimawandel würden solche Ereignisse «häufiger und extremer»Externer Link, sagt eine Klimaforscherin zu SRF News.
- Offizielle Informationen zu einzelnen Orten finden Sie auf dem Naturgefahren-Portal des BundesExterner Link.
- Eine Übersicht über die Hochwassergefahr-HotspotsExterner Link in der Schweiz.
- «Protokoll einer Verwüstung», nennt die Neue Zürcher Zeitung ihren Bericht über den massiven Gewittersturm, der über Zürich fegteExterner Link (Paywall).
- SRF News: Darum spielt das Wetter derzeit weltweit verrücktExterner Link.
Tief Bernd führt zur erneuten #UnwetterlageExterner Link in der Schweiz. Zwischen Mittwochabend und Freitagabend wird nochmals intensiver Niederschlag erwartet. Mehr darüber unter anderem im #MeteoBlogExterner Link (https://t.co/y1nY7Kf65YExterner Link) von heute Abend sowie auf https://t.co/3fCFomPgCUExterner Link pic.twitter.com/8xkQbsLE79Externer Link
— MeteoSchweiz (@meteoschweiz) July 14, 2021Externer Link
Impfpflicht für gewisse Berufsgruppen? Die Diskussion läuft heiss.
Mehrere europäische Länder denken darüber nach oder haben es bereits beschlossen: ein Impfobligatorium für gewisse Berufsgruppen. In Frankreich und Griechenland beispielsweise müssen sich Beschäftigte im Gesundheitswesen impfen lassen.
In der Schweiz komme eine Impfpflicht «aus rechtlichen und ethischen Gründen sowieso nicht infrage», sagt die Präsidentin der Nationalen Ethikkommission im Interview von SRF News. Hierzulande brauche jeder Eingriff eine freiwillige Zustimmung der betroffenen Person.
Auch Expertinnen und Politiker – vom Blick befragt – sehen dies ähnlich. Diskutieren über die Covid-19-Impfung könne man zwar, diese zwingend verordnen aber nicht, so der Tenor. Das Blatt titelt deshalb: «Schweiz sagt Nein zur Impfpflicht.»
- Das Interview mit der Ethikkommission-Präsidentin finden Sie auf SRF News.
- Die Schweiz will kein Impfobligatorium – Artikel im BlickExterner Link.
- Eine Übersicht über die verschiedenen Regelungen in ausgewählten LändernExterner Link finden Sie bei Tamedia (Paywall).
- Mehr zur Corona-Pandemie in der Schweiz: Die Situation in der Schweiz.
- Hier die neusten Meldungen und Berichte von SRF News zum Thema CoronavirusExterner Link.
- In diesem Artikel haben wir die Corona-Krise für Sie grafisch dargestellt.
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Freiheiten und Menschenrechte sind nicht überall garantiert.
Wie frei wir in der Schweiz wirklich sind, merken wir erst, wenn wir mit anderen Ländern vergleichen. Journalistin zu werden, ist hierzulande kein wirklich mutiger Schritt. Für Jessica Dominguez Delgado war es das aber schon.
Die 30-jährige Kubanerin leitet die Faktchecking-Abteilung eines unabhängigen Online-Magazins und exponiert sich so in ihrer Heimat. Denn damit arbeitet sie eigentlich illegal: Eine freie Presse, das gibt es in Kuba nicht.
Derweil demonstrieren im karibischen Inselstaat seit dem Wochenende Tausende gegen die kommunistischen Machthaber. Auch in Städten ausserhalb Kubas finden in diesen Tagen die grössten Proteste von Exilkubanerinnen und -kubanern seit Jahrzehnten statt.
- Unser Interview mit der kubanischen Journalistin Jessica Dominguez Delgado.
- Finden Sie mehr Artikel zur Meinungsfreiheit in unserer Serie zum Thema.
- Der Bund – Deshalb demonstrieren Tausende in KubaExterner Link.
- Grosse Protese der ExilkubanerExterner Link – SRF News.
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Bleibt eine Schweizer Marke auch in britischen Händen schweizerisch?
Gehen Sie gerne raus in die Natur? Dann besteht die Chance, dass Sie ein Teil von Mammut im Schrank haben. Kleider, Schuhe, Kletter-Ausrüstung wie Seile, Helme, Schlafsäcke, Rucksäcke und weiteres Equipment kommt aus der Küche des Schweizer Outdoor-Spezialisten.
Wobei «Schweizer» nun nicht mehr ganz korrekt ist: Das Unternehmen wurde Ende Juni von einer britischen Kapitalgesellschaft übernommen. Alles halb so wild, sagt dazu Mammut-Geschäftsführer Oliver Pabst im Gespräch mit swissinfo.ch.
Mit Philippe Jacobs, Spross der Schweizer Schokolade- und Kaffeedynastie an der Spitze habe die britische Telemos Capital starke Schweizer Wurzeln, sagt Pabst. Und auch wenn die Produkte im Ausland von externen Firmen hergestellt würden, blieben die «Schweizer Stärken» ein wesentlicher Teil der DNA von Mammut: Produktentwicklung und Qualitätskontrolle.
- Unser Interview mit Mammut-Geschäftsführer Oliver Pabst.
- Mammut sei relativ preiswert verkauf worden, kommentierte die Neue Zürcher ZeitungExterner Link kürzlich (Paywall).
- So berichtete das unabhängige internationale Industrienetzwerk Fashion UnitedExterner Link nach der Ankündigung Ende April über den Verkauf.
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