Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Die Schweiz hinkt mit nur 50% Geimpften anderen Ländern etwas hinterher. Jetzt schlagen die Intensivstationen Alarm und warnen vor einer baldigen vierten Welle.
Herzliche Grüsse aus Bern
Die Spitäler der Schweiz schlagen Alarm.
Auf den Schweizer Intensivstationen liegen wieder immer mehr Covid-Infizierte. Verschiedene Medien zitieren heute die Leiterinnen und Leiter der Intensivstationen von Basel, St. Gallen, Schwyz und Thun. Diese brauchen deutliche Worte: Es sei nur noch eine Frage von Tagen bis zur Auslastung, warnen sie eindringlich.
Auch die neue Leiterin der Covid-19-Taskforce des Bundes, Tanja Stadler, warnt vor einem Kollaps des Gesundheitssystems. Für alle Fachleute ist die Losung weiterhin: «Lasst euch impfen!», wie der Blick heute titelt. Denn täglich kommen derzeit wieder um die 3000 Neuinfektionen hinzu.
Für Geimpfte ist die Gefahr viel geringer, zu erkranken oder zu sterben. Das zeigen neuste Zahlen des Bundesamts für Gesundheit: Seit Ende Januar mussten lediglich 122 Personen trotz vollständiger Impfung im Spital behandelt werden. 23 sind verstorben, 21 von ihnen waren über 80 Jahre alt. Im Verhältnis zu den 229’037 gemeldeten Fällen von Ansteckungen im gleichen Zeitraum sei diese Zahl «sehr niedrig», heisst es.
- Bericht auf 20Minuten.chExterner Link.
- Der Bund: Intensivstationen warnen vor 4. WelleExterner Link (Paywall).
- SRF News: Der Impfgraben wird grösserExterner Link.
- Historische Einordnung von SRF News: Corona verursacht höchste Übersterblichkeit seit 1918Externer Link.
- Mehr zur Corona-Pandemie in der Schweiz: Die Situation in der Schweiz.
- Hier die neusten Meldungen und Berichte von SRF News zum Thema CoronavirusExterner Link.
- In diesem Artikel haben wir die Corona-Krise für Sie grafisch dargestellt.
Kaum zu glauben: Schweizer Grenadiere in Afghanistan.
«Geheim, geheimer, AAD 10», titelt heute der Blick. AAD steht für Armee-Aufklärungs-Detachement. Laut der Berner Tageszeitung Der Bund ist diese Einheit «die wohl geheimste Truppe der Schweizer Armee»: «Schon ihr genauer Bestand ist Geheimsache. (…) Der Name des Kommandanten: geheim. Ausrüstung und Bewaffnung: geheim. Bisherige Aufträge: mehrheitlich geheim.»
Wenn man den verschiedenen Medienberichten glauben darf, sind diese Jungs quasi die Navy Seals der Schweiz, eine Art «Super-Grenadiere». Sechs von ihnen sind am Mittwoch in Kabul gelandet, um bei der Evakuierung von 280 Menschen aus Afghanistan zu helfen, darunter 30 Schweizer und Schweizerinnen.
Die Schweizer Soldaten seien vor Ort ins Sicherheitsdispositiv der deutschen Armee eingebunden, heisst es. «Genau für solche Einsätze sind die Mitglieder der AAD 10 ausgebildet», kommentiert der Blick. «Sie müssen in verschiedenen Ländern Operationen durchführen, die von Anfang bis Ende heikel und gefährlich sind.»
- Im Blick äussert sich ein Sicherheitsexperte zu den Einsätzen der AAD 10Externer Link.
- SRF News: Deutsche Ortskräfte berichten von Problemen am Flughafen KabulExterner Link.
- SRF News: In der Schweiz sind sich der Bund und die Städte nicht einig, wie viele Flüchtlinge aus Afghanistan aufgenommen werden sollenExterner Link.
Eine Ausstellung propagiert die nukleare Abrüstung.
Es sind Eindrücke, die haften bleiben. Als ich das erste Mal im Museum von Hiroshima die bis zur Unkenntlichkeit zusammengeschmolzenen Flaschen und Ziegelsteine gesehen habe, war ich zutiefst geschockt. Die Atombombe vom 6. August 1945 hatte die Stadt praktisch ausgelöscht.
Was das mit der Schweiz zu tun hat, mögen Sie nun fragen. In Genf werden seit zehn Jahren grossflächige Fotos und verschiedene Gegenstände ausgestellt. Nicht irgendwo, sondern dort, wo die Entscheidungsträgerinnen und -träger zu normalen Zeiten täglich ein- und ausgehen: Bei den Vereinten Nationen.
Nun hofft die Generaldirektorin der UNO in Genf, die internationale Gemeinschaft weiterhin dazu inspirieren zu können, sich für eine atomwaffenfreie Welt einzusetzen. Die UNO hat deshalb gemeinsam mit der japanischen Regierung vereinbart, die Dauerausstellung zehn weitere Jahre weiterlaufen zu lassen.
- Bilder aus der Ausstellung finden Sie in der Fotogalerie meiner Kollegin Akiko Uehara.
- Im Januar trat der Vertrag zum Atomwaffenverbot in Kraft. Doch kein einziger Atomwaffen-Staat ist dem Vertrag bisher beigetreten. Die Einschätzung eines Abrüstungsexperten.
- Aus unserem Archiv: Fotograf Mark Henley hat für uns einen Blick hinter die Kulissen der Genfer Abrüstungskonferenz gewagt – vor Corona.
Findet eine Never Ending Story endlich ihr Ende?
Er soll jetzt der Richtige sein! Nach einjähriger Suche, immer wieder von Rückschlägen geprägt, soll Stefan Blättler der neue Schweizer Bundesanwalt werden. Die Gerichtskommission des Parlaments schlägt den Kommandanten die Berner Kantonspolizei einstimmig zur Wahl vor.
Damit findet voraussichtlich eine Odyssee ihr Ende, die nach dem erzwungenen Rücktritt von Bundesanwalt Michael Lauber Ende August 2020 begonnen hatte. Dieser war über Ungereimtheiten in seinen Ermittlungen im Fall des Weltfussball-Verbands Fifa gestolpert.
Die darauffolgende Suche nach einem Nachfolger war «geprägt von zahlreichen Indiskretionen, Spekulationen und Winkelzügen», wie SRF News schreibt. Zweimal musste der Findungsprozess abgebrochen werden, weil sich die Gerichtskommission nicht auf eine Kandidatin oder einen Kandidaten einigen konnte.
Im dritten Anlauf hat sich Blättler gegen rund ein Dutzend Bewerberinnen und Bewerber durchgesetzt. Für ihn sprächen seine langjährige Erfahrung in der Strafverfolgung wie auch seine Führungskompetenzen. Und nicht zuletzt spreche er fliessend Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch.
Zum Schluss noch E-Voting-News für die 5. Schweiz.
In der Schweiz sollen die Versuche mit E-Voting für Auslandschweizer Stimmberechtigte wieder aufgenommen werden. Geplant sei, in der zweiten Jahreshälfte 2022 wieder Abstimmungen mit der Möglichkeit zur elektronischen Stimmabgabe durchzuführen. Das geht aus einer Mitteilung des Kantons Basel-Stadt hervor.
Interessiert sind aber lediglich die Kantone St. Gallen, Thurgau, Freiburg, Graubünden und Basel-Stadt. Diese haben in der Vernehmlassung des Bundes zur Wiederaufnahme positiv geantwortet.
Die anderen Kantone hätten vor allem bemängelt, dass zu wenige Bürgerinnen und Bürger an den E-Voting-Versuchen teilnehmen könnten, schreibt SRF News.
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