Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Nun also doch: Der Bundesrat verschärft die Zertifikatspflicht. Wer ins Restaurant, ins Museum oder Fitnesscenter will, braucht ab Montag ein gültiges Covid-Zertifikat.
Beste Grüsse aus dem Homeoffice
Der Bundesrat hat entschieden: Ab Montag wird die Zertifikatspflicht ausgedehnt – Auch die Einreise in die Schweiz soll wieder schwieriger werden.
Nachdem der Bundesrat die Entscheidung letzte Woche noch vertagt hat, ist nun klar: Ab nächster Woche braucht ein Covid-Zertifikat, wer sich im Innern von Restaurants, von Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie an Veranstaltungen in Innenräumen bewegeben will.
Das Zertifikat steht allen offen, die geimpft oder genesen sind oder einen frischen negativen Test vorweisen können. Das Zertifikat erlaube es, das Übertragungsrisiko zu reduzieren, ohne gleich Einrichtungen zu schliessen oder Aktivitäten zu verbieten.
Im Hinblick auf die Herbstferien schickt der Bundesrat zudem neue Einreisebestimmungen in Konsultation. So sollen nicht-geimpfte und nicht-genesene Einreisende einen negativen Test vorweisen müssen und sich möglicherweise in Quarantäne begeben müssen.
- Watson fasst die wichtigsten Entscheidungen des Bundesrates hierExterner Link zusammen.
- Unsere Übersicht zur aktuellen Situation in der Schweiz finden Sie hier.
- Mehr Infos zu den geplanten Einreisebestimmungen gibt es beim BlickExterner Link.
Der Bundesrat hat nicht nur über Corona gesprochen: Er bewilligte heute zusätzliche 33 Millionen Franken für Afghanistan.
Die Schweiz verstärkt ihr humanitäres Engagement in Afghanistan. «Der drohende ökonomische Kollaps, die anhaltende Dürre, die Hungersnot wird die Anzahl Menschen, die auf humanitäre Hilfe angewiesen sind, noch weiter erhöhen«, schreibt der Bundesrat in seiner Mitteilung.
Am Entscheid, keine zusätzlichen Flüchtlinge aus Afghanistan aufzunehmen, ändert das nichts. Nach der Evakuierung von Schweizer:innen und afghanischen Mitarbeitenden des Kooperationsbüros in Kabul stehe nun die Hilfe vor Ort im Vordergrund.
Schon am kommenden Montag findet in Genf eine UNO-Hilfskonferenz statt, bei der die humanitäre Lage in Afghanistan diskutiert werden soll.
- Den ganzen Artikel von SRF News gibt es hierExterner Link.
- Um wie viele afghanische Flüchtlinge kümmert sich die Schweiz? Meine Kollegin Pauline Turuban hat sich hier die Zahlen angeschaut.
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In Schweizer Wohnquartieren ist Tempo 30 verbreitet. Die Stadt Lausanne geht nun weiter: Ab nächster Woche gilt nachts Tempo 30 auf den meisten grösseren Strassen.
Von 22 Uhr nachts bis sechs Uhr morgens drosselt die Stadt Lausanne ab kommendem Montag das Tempo: Für Autos gilt ab dann auf den meisten Hauptverkehrsachsen eine maximale Geschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde.
Die Anwohner:innen freuen sich auf ruhigere Nächte und mehr Sicherheit. Eine Herausforderung ist das Tempo für Ambulanzen und die Polizei, die mit Blaulicht unterwegs sind und in 30er-Zonen höchstens 70 fahren dürfen. Doch damit man für sie eine Ausnahme machen kann und sie Vollgas geben können, braucht es eine Gesetzesänderung auf Bundesebene.
Lausanne geht mit dem grossflächigen Tempo 30 einen Weg, den auch andere Städte einschlagen wollen. Die Stadt Zürich will das bis 2030 auf fast allen Strassen einführen, Winterthur bis 2040 – auch tagsüber.
- Mehr dazu finden Sie hierExterner Link bei SRF News.
- Um den Lärm zu bekämpfen, beschloss der Zürcher Stadtrat heute, Zürichs meistbefahrene Strasse auf das Tempo 30 zu beschränken, berichet Top OnlineExterner Link.
- Mehr zu den Plänen in der Stadt Zürich gibt es bei der Neuen Zürcher ZeitungExterner Link (Paywall).
Beim Recycling kennt die Schweiz keinen Spass: Ein 25-Jähriger muss in Zürich vor Gericht antraben, weil zwei seiner Kartons auf einem illegalen Kartonhaufen auftauchen.
Die Schweiz sieht sich gerne als Recycling-Weltmeisterin. Kompost, Papier, Glas, Pet: Alles wird fein säuberlich getrennt entsorgt. Das gilt auch für Karton. Der 25-jährige Zürcher Jason Studerus weiss das, als er vor dem Sammeltermin zwei Schachteln auf den Sammelberg in seinem Quartier bringt.
Tage später tauchen seine Schachteln auf einem Kartonberg am anderen Ende der Stadt auf – da keine Sammlung mehr bevorsteht, ist der Haufen illegal. Mithilfe der Adresse auf den Kartons machen die Behörden Studerus ausfindig und stellen ihm eine per Strafbefehl Busse aus.
Studerus hält das für einen schlechten Scherz und erhebt Einsprache, alles andere kommt in der Schweiz einem Schuldeingeständnis gleich. Deshalb muss er vor Gericht antraben, dort drohen bis zu 50’000 Franken Busse.
- Wie der kuriose Fall ausgeht, berichtet das Online-Magazin Republik hierExterner Link.
- Faktencheck aus unserem Archiv: Ist die Schweiz Weltmeisterin im Recycling?
- Der Blick prüft Ihr Recycling-Wissen in einem QuizExterner Link.
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