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Schweizer Fahne im Regen

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

In Europa steigen die Fallzahlen wieder in die Höhe, mehrere Länder haben Massnahmen beschlossen. Und die Schweiz? Auch hier scheint Bewegung in die Sache gekommen zu sein.

Herzliche Grüsse aus Bern

Schweizer Fahne im Regen
Keystone / Ennio Leanza

Kommen sie, oder kommen sie nicht? In der Schweiz wird über eine Verschärfung der Massnahmen diskutiert.

Der Bundesrat hat letzte Woche gesagt, es werde keine zusätzlichen Massnahmen geben. Nun scheint aber genau das zu geschehen – und zwar machen die Kantone von allein vorwärts.

In einem Interview hat der Präsident der kantonalen Gesundheitsdirektionen gesagt, dass wir aufgrund der epidemiologischen Lage wohl nicht um weitere Massnahmen herumkommen – vor allem, da die Impfquote immer noch stagniert.

Er geht davon aus, dass das zunächst auf kantonaler Ebene geschehen wird. Tatsächlich haben bereits einzelne Kantone Massnahmen beschlossen, andere stellen solche in Aussicht. Der europaweite Trend zur Verschärfung angesichts steigender Fallzahlen scheint nun auch in der Schweiz anzukommen.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Melanie Eichenberger

Lockdown hier, Ende der Pandemie dort: Wie sieht das Leben in Ihrem Aufenthaltsland im Moment aus?

Während einige Länder in Europa die Pandemie für beendet erklären, herrschen in ein paar australischen Bundesstaaten immer noch strenge Auflagen. Was gilt in Ihrem Aufenthaltsland? Ist an Ferien in der Schweiz für Sie überhaupt zu denken?

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Stadion in Katar
Keystone / Str

Katar und die Schweiz: Nicht nur über den Fussball vereint.

Als sich letzte Woche die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft für die WM in Katar qualifizierte, freuten sich zuerst mal alle – oder fast alle: Sollte die Nati wirklich im Wüstenstaat aufspielen, in dem migrantische Arbeiter:innen ausgebeutet werden und Demokratie ein Fremdwort ist? Die Jungsozialist:innen etwa forderten einen Boykott.

Heute ist bekannt geworden, dass sich die Schweiz für Arbeitsrechte in Katar eingesetzt hat. Die Dachgewerkschaft Bau- und Holzarbeiterinternationale (BHI) mit Sitz in Genf hatte vor Jahren beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) die Fifa angeklagt: Diese sei in Katar Arbeitgeberin und müsse internationale Richtlinien durchsetzen.

Das Seco hat tatsächlich interveniert und die Fifa dazu gebracht, in Katar Besserungen für die Arbeiter in den Stadionbaustellen und den WM-Infrastrukturbauten zu erreichen. Ausserhalb gebe es zwar noch viel zu tun, sagte die Gewerkschaft. Sie lobte aber das Seco – und zeigte mit ihrer Klage, dass Änderungen auch in autokratischen Staaten erreicht werden können.

Der thailändische König Vajiralongkorn und seine Frau
Keystone / Royal Household Bureau Handout

Der König von Thailand ist zu Besuch in der Schweiz. Nur soll das zuhause wohl niemand mitkriegen.

Der thailändische König Vajiralongkorn ist ein Freund der Schweiz. Der reichste Monarch der Welt ist teilweise am Genfersee aufgewachsen und kommt immer wieder gerne zurück.

Seine häufigen Auslandaufenthalte kommen in Thailand nicht immer gut an. Während ein grosser Teil seiner Untertan:innen in Armut leben, gönnt sich der für seinen ausschweifenden Lebensstil bekannte König den westlichen Luxus.

Am Sonntag ist er nun in Zürich angekommen. Bilder gibt es jedoch nicht: Die Kameras am Flughafen wurden abgestellt – übrigens wie schon bei seinem letzten Besuch, bei dem sogar ein Fotograf kurzzeitig verhaftet wurde. Offenbar geniessen Könige in der Vorzeigedemokratie Schweiz zusätzliche Privilegien.

Food desert
Rob Rogers/pittsburgh Post-gazette

Migration hat viele Gesichter und viele Ausprägungen: Zwei unterschiedliche Geschichten aus unterschiedlichen Zeiten.

Tausende Kinder von italienischen Saisonniers lebten von den 1950er- bis in die 1990er-Jahren illegal bei ihren Eltern in der Schweiz. Denn der Kindernachzug war für ausländische Arbeiter:innen mit diesem prekären Status offiziell verboten. Ein Verein fordert nun eine offizielle Entschuldigung, schreibt mein Kollege Daniele Mariani.

Welche positive Auswirkungen Migration haben kann, wenn die Leute aktiv integriert werden, zeigt die Geschichte meiner Kollegin Melanie Eichenberger: Die Auslandschweizerin Pamela Farrell hat in Kanada letztes Jahr eine Wohltätigkeitsorganisation gegründet, die Bedürftigen in sogenannten Food Deserts einen Zugang zu gesunden Lebensmitteln ermöglicht.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Melanie Eichenberger

Haben Sie in Ihrem Aufenthaltsland einfachen Zugang zu frischen Lebensmitteln?

Wie sieht es dort, wo Sie leben, aus? Können Sie zu Fuss in einen Supermarkt? Oder leben Sie ebenfalls in einer Lebensmittelwüste?

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