Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Greyerzer muss nicht Greyerzer sein, sondern kann sonst ein Käse sein. Das hat ein US-Gericht entschieden. Ich vermittle und plädiere für den ultimativen Fondue-Test.
Beste Grüsse aus Bern und bleiben Sie gesund!
Greyerzer Käse nicht aus Greyerz – überlebt die Käse-Festung Schweiz einen solchen Angriff?
AOC oder Appellation d’Origine Contrôlée, auf Deutsch Herkunftsbezeichnung: Dieses Schutzsiegel garantiert den Konsument:innen die Qualität des Produkts.
Der Schutz dieses Labels aber reicht nicht bis in die USA. Ein Gericht in Virginia entschied nämlich, dass diese Käsespezialität keineswegs aus der traditionellen Milchregion im Kanton Freiburg stammen muss.
Schweizer Produzenten hatten in einer Klage darauf bestanden, dass der Greyerzer nur dann echt sei und als solcher verkauft werden dürfe, wenn er nach bestimmter Rezeptur, die notabene aus dem 12. Jahrhundert stammen soll, und in der Region hergestellt werde.
Wie geht es weiter? Droht gar ein Käsekrieg? Ich plädiere für Gelassenheit – mit einem Fondue Moitié-Moitié. Dieses besteht zur Hälfte aus Greyerzerkäse, dem echten natürlich. Wetten, dass dieses mit dem US-Verschnitt ungeniessbar ist?
- Judge pokes holes in Swiss cheesemakers’ legal argumentsExterner Link (Richter durchlöchert juristische Argumente der Schweizer Käseproduzenten) – Artikel in Englisch der Nachrichtenagentur AP.
- Die Schweiz will ihren Greyerzer-Käse schützen – Beitrag von 2007 aus dem swissinfo.ch-Archiv.
- AOP und IGP: Qualitätszeichen mit CharakterExterner Link – Informationen aus erster Hand der Vermarktungsorganisation der Schweizer Käseproduzent:innen.
Omikron lässt die Fallzahlen explodieren – heisst die Strategie der Schweizer Regierung Durchseuchung?
Über 30’000 Neuinfizierte jeden Tag: Die Omirkon-Mutation sorgt aktuell für eine Verbreitung des Virus nach dem Schneeballsystem. Gerade in der Schweiz.
Stehen wir mitten in der Durchseuchung, also der von den Behörden akzeptierten Massen-Infektion der Bevölkerung mit dem Coronavirus?
Haben Bundesrat und Behörden also vor den Impfgegner:innen und Coronaleugner:innen kapituliert, die genau das propagieren?
Es sehe tatsächlich so aus, sagt Huldrych Günthard, leitender Arzt der Klinik für Infektionskrankheiten am Unispital Zürich. «Die Durchseuchung in der Schweiz nimmt Fahrt auf. Wir haben die neue Welle mit den aktuellen Massnahmen momentan überhaupt nicht im Griff», sagt der Infektiologe.
- Das ganze Interview mit SRFExterner Link.
- «Omikron als schmutzige Impfung ist keine Alternative zur Impfpflicht»Externer Link – 20minuten interviewte den deutschen Gesundheitsminister und Epidemiologen Karl Lauterbach.
- Covid-19-Taskforce des Bundes hält nichts von Durchseuchung – Bericht unserer Agentur vom September 2020.
Mehr
Jugendliche und Kinder leiden besonders stark unter der Corona-Krise und den Folgen der Pandemie. Das belegen Zahlen, die alarmieren.
Im letzten Jahr wollten sich 40% mehr unter 16-Jährige vergiften als im Vorjahr. In Zahlen: Waren es 2020 noch 650 Kinder und Teenager gewesen, die willentlich Gift geschluckt hatten, waren es 2021 deren 934. Meist handelte es sich um Medikamente und Haushaltsprodukte.
Dies teilte Tox Info Suisse mit. Die Vergiftungsinformationsstelle bietet unter der Telefonnummer 145 Beratung für Hilfesuchende und Angehörige an.
Die Kinder- und Jugend-psychiatrischer Chefärztinnen und Chefärzte der Schweiz ihrerseits haben die Probleme der Jugendlichen nach Geschlechtern aufgeschlüsselt. Besonders viele Mädchen würden durch die Situation depressiv, kommen sie zum Schluss. Die Jungen dagegen würden sich eher ablenken, insbesondere mit Gamen.
- Beabsichtigte Vergiftungen bei Kindern und Jugendlichen gestiegenExterner Link – Bericht von Nau.ch.
- Schweizer Chefärzte besorgt: Viele Mädchen werden wegen Corona depressivExterner Link – Bericht des Blick.
- Die Pandemie trifft die Schweizer Jugendlichen besonders hart – Bericht meiner Kollegin Kaoru Uda von letztem Februar.
Der Typ ist schwer einzuordnen: Er ist vierfacher Formel-1-Weltmeister – und Bewunderer von Greta Thunberg.
Sebastian Vettel ist Deutscher, der seit vielen Jahren in der Schweiz lebt, genauer, in der Region Bodensee.
Seinen ersten Grand Prix bestritt er 2007 – für das Schweizer Sauber Team holte der Debütant gleich seinen ersten WM-Punkt. Der Rest ist Geschichte: 2010 bis 2013 wurde er vier Mal Weltmeister.
Dass er mehr im Kopf hat als Rennfahren, bewies Vettel in jüngster Zeit öfters. Nach dem GP von Grossbritannien wechselte er auf die Tribünen, um den Müll der Zuschauer:innen einzusammeln.
In Ungarn war sein Overall regenbogenfarbig – aus Solidarität mit den von Viktor Orban entrechteten Menschen aus der LGBTIQ Community.
Nun outet sich Vettel als grosser Bewunderer von Greta Thunberg, der Gründerin der Klimaproteste. Auf die Frage der Glaubwürdigkeit seines Engagements angesprochen, antwortet der Champion im Interview mit entwaffnender Logik: Er wolle dort etwas verändern, wo er sich bewege – im Umfeld der Formel 1 also.
Die Rennsport-Szene muss sich an einen neuen Typus gewöhnen: den politischen Rennfahrer.
- «Greta ist ein echtes Vorbild, dem die ganze Welt folgen sollte»Externer Link – das Interview mit dem Vierfach-Weltmeister im Tages-Anzeiger (Paywall).
- Rainbow Warrior ohne SpritExterner Link – die Süddeutsche Zeitung über die Probleme Vettels beim GP von Ungarn 2021.
- Vom lärmigen Grand Prix heim in die Oase der Ruhe – mein Bericht von 2008 aus unserem Archiv.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards