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Piranha Panzer

Heute in der Schweiz

Sehr geehrte Damen und Herren

Dänemark wollte Schweizer Panzer an die Ukraine abtreten, die Schweiz verbot es – zum zweiten Mal darf ein Drittstaat der ukrainischen Armee kein schweizerisches Kriegsmaterial zukommen lassen. Und erneut gerät die Schweiz deshalb in die Kritik.

Freundliche Grüsse aus Bern

Piranha Panzer
Keystone / Laurent Gillieron

Schon wieder: Kein Schweizer Kriegsmaterial für die Ukraine.

Dänemark besitzt Schweizer Radschützenpanzer vom Typ Piranha III. Davon wollte sie zwanzig Stück an die Ukraine abtreten – und musste, wie vorgesehen, davon die Schweiz um Erlaubnis bitten. Die sagte: Nein.

Das sorgt über die Grenzen hinaus für Kopfschütteln. Bereits im April wurde die Schweiz kritisiert, weil sie die deutsche Weitergabe von Panzermunition verbot.

Die Regierung verweist auf das Kriegsmaterialgesetz. Kritiker:innen sagen jedoch, dass der Spielraum die Weitergabe von Schweizer Rüstungsmaterial erlaube. Ob es zu einer Schweizer Kehrtwende kommt, wird sich wohl bald klären: Laut SRF will der Bundesrat bald nochmal über die Bücher.

Johannes Matyassy
Keystone / Peter Klaunzer

Auslandschweizer:innen und ihre Probleme im Alter: Das EDA reagiert und mahnt.

Wir haben gestern schon berichtet: Der Bund lanciert eine Sensibilisierungskampagne. Sie richtet sich speziell an ältere Schweizerinnen und Schweizer, die im Ausland wohnen. Das Motto lautet «Eigenverantwortung».

Viele von ihnen leben in Thailand, darum sind bilaterale Beziehungen zum Königreich wichtig. Wir haben nun mit Johannes Matyassy, dem Direktor der Konsularischen Direktion im Aussendepartement, vor seiner Reise dahin gesprochen.

Es geht um Versicherungen, Rückreisen und die Ansprüche, die man an sein Heimatland hat. Matyassy zeigt viel Verständnis, sagt aber auch klar: «Es gibt ein Problem mit den Erwartungen.»

Oskar Zwicky
swissinfo.ch

Ein ehemaliger Auslandschweizer schaut auf seine Kindheit in der Ukraine zurück.

Oskar Zwicky ist in der ehemaligen Schweizer Kolonie im ukrainischen Shabo geboren. Im Zweiten Weltkrieg musste er als Zehnjähriger flüchten. Sechs Jahre lang war er mit seiner Familie unterwegs, bis sie in die Schweiz einreisen durften.

Der 91-jährige erzählt in unserem Porträt von seiner Kindheit in Osteuropa. Die Schweizer Gemeinde bestand vor allem aus Landarbeiter:innen, und war eine der zahlreichen Minderheiten in der Region.

«Der Ukraine-Krieg lässt vieles wieder hochkommen», sagt er. Nicht zuletzt auch die Reaktion der Schweizer Behörden gegenüber seiner Familie, die als Flüchtlinge während dem Zweiten Weltkrieg zurückkehren wollten: «Ihr könnt euch melden, wenn der Krieg vorbei ist. Die Schweiz ist voll. Wir lassen niemanden rein.»

Nationalrat Saal
Keystone / Alessandro Della Valle

Aus der Sommersession: Eine kleine politische Übersicht.

Die Krankenkassenprämien steigen weiter, eine Volksinitiative will sie mit einer Kostenbremse aufhalten. Im Parlament hatte sie zwar keine Chance, dafür haben die Parlamentarier:innen einen indirekten Gegenvorschlag beschlossen. Damit sollen Kosten- und Qualitätsziele für vier Jahre festgelegt werden.

Nachdem der Nationalrat dafür war, hat nun der Ständerat ein Importverbot für Pelze aus tierquälerischer Produktion verworfen – der Vorstoss ist damit vom Tisch. Ein Verbot sei unnötig, da eine Deklarationspflicht herrsche und der Markt sich selber reguliere.

Und noch etwas: 73’000 Menschen sind in der Schweiz von Long Covid betroffen. Das sind ein knappes Prozent der Gesamtbevölkerung. Müdigkeit, Atembeschwerden, Schlafstörungen, vernebeltes Gehirn: Die Folgen können gravierend sein. Immerhin scheinen sie im Laufe der Zeit abzunehmen.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Matthew Allen

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