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Drohne im Himmel schwebend

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizer:innen

Kürzlich schwirrte eine Drohne über unserem Garten – ein höchst unangenehmes Gefühl, wenn man nicht weiss, wem sie gehört. Drohnen gesteuert durch Schweizer Chips werden derweil von der russischen Armee im Krieg gegen die Ukraine eingesetzt.

Herzliche Grüsse

Bild einer Drohne
Keystone

Die Schweiz als «Home of Drones» – und damit Lieferantin für Kriegsgerät?

Der SonntagsBlick hat aufgedeckt: Putins Drohnen fliegen mit einem Schweizer Chip. Orlan (Adler) ist eigentlich eine Aufklärungs- und Überwachungsdrohne, seit kurzem wird sie aber mit Granaten ausgestattet. Die Drohne wird im Krieg gegen die Ukraine eingesetzt.

Der SonntagsBlick stützt sich dabei auf Untersuchungen der Recherchegruppe Conflict Armament Research, kurz CAR, die auf der ganzen Welt in Kriegsgebieten eingesetzte Waffen untersucht. Die Orlan-10 bestehe weitgehend aus sogenannten Off-the-Shelf-Komponenten, gewissermassen vom Regal: Die meisten Einzelteile würden aus westlichen Ländern stammen.

Das Schweizer Unternehmen U-Blox, das den Chip herstellt, verurteilt den russischen Überfall auf die Ukraine: «Dieser Chip ist von uns nicht zur militärischen Nutzung gedacht», sagt Sven Etzold, Leiter Business Marketing. Das U-Blox-Bauteil ist kein Einzelfall, denn die Schweiz will sich als Innovationsschwerpunkt für Drohnentechnologie etablieren. Doch über Möglichkeiten zu deren militärischer Nutzung hält sie sich in ihrer Kommunikation zurück.

Schwein, das in den Schlachthof gebracht wird
© Keystone / Gaetan Bally

Seit 2020 erlaubt und zunehmend beliebt: Hoftötung von Tieren.

Bis vor zwei Jahren war die Tötung von Tieren auf dem Bauernhof nur erlaubt, wenn das Fleisch für den Eigengebrauch bestimmt war und nicht für den Handel. Seit der Bund das aber erlaubt, haben rund 100 Landwirtschaftsbetriebe eine Bewilligung für Hoftötung erhalten.

Sie werden in ihrer gewohnten Umgebung getötet. Den Tieren werde so Stress erspart, heisst es. Der Schlachtkörper muss gemäss den hygienischen Vorschriften 45 Minuten nach dem Bolzenschuss ausgeweidet sein. Dadurch seien Hoftötungen auf Betrieben in Berggebieten fast unmöglich.

Hoftötungen seien ein Nischengewerbe: Doch die Zahl der Bauernbetriebe, die Bewilligungen dazu einholen, steigt stetig. Er sei ausgebucht, sagt Mischa Hofer, einer der wenigen, die solche Tötungen anbieten. Und der Bedarf werde noch zunehmen. Er werde als erster in der Schweiz Kleintiere gewerbsmässig direkt auf dem Hof töten.

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Gastgeber/Gastgeberin Sara Ibrahim

Wie haben sich Ihre Essgewohnheiten verändert?

Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine vegetarische oder vegane Ernährung oder reduzieren ihren Konsum von Lebensmitteln tierischen Ursprungs. Wie sieht das bei Ihnen aus?

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Logo der Axpo
© Keystone / Michael Buholzer

Schweizer Energieversorger Axpo mit ungewöhnlich hohem Plus.

Die extrem hohen Strompreise – bis zu sechsmal höher als vor Jahresfrist – haben dem Schweizer Energieversorger Axpo im ersten Halbjahr 2021/2022 ungewöhnlich hohe Einnahmen beschert.

Einerseits konnte er den Strom, den er in seinen eigenen Kraftwerken produziert, teurer verkaufen, anderseits musste der Energieversorger für den Strom, den er auf dem europäischen Markt beschaffte, höhere Preise bezahlen. Die erhöhten Energiepreise führten dazu, dass die Stromkonzerne viel mehr flüssige Geldmittel brauchen, um die Handelsgeschäfte abzusichern.

Unter dem Strich resultierte jedoch ein Plus von mehr als einer Milliarde Franken. Der Gewinn jedoch fiel schlechter aus, als im Vorjahr. Der Grund: Die eigenen Wasserkraft- und Atomwerke haben weniger Strom geliefert.

Ein luxuriöses Geschäftsviertel in Genf.
Keystone / Gilles Lansard

Die Schweizer Luxusbranche leidet unter Sanktionen.

Gemäss verschiedenen Schätzungen, unter anderem der Schweizer Nationalbank sowie der Bankiervereinigung, liegt der Wert russischer Vermögen in der Schweiz irgendwo zwischen25 und 200 Milliarden US-Dollar.

16’500 russische Staatsangehörige halten sich nach Daten des Bundes derzeit in der Schweiz auf, doch gemäss der russischen Botschaft in Bern werden Personen mit doppelter Staatsbürgerschaft nicht mitgezählt. Somit könnte die Zahl fast zweimal so hoch sein.

Gerade in russischen Luxus-Hotspots wie Genf spürt das lokale Gewerbe die Auswirkungen der Sanktionen. Auch die Schweizer Luxusuhren- und Schmuckbranche ist betroffen. Anfang April war auf der Genfer Uhrenmesse Watches and Wonders überhaupt kein Russisch zu hören. Und auch in der Flugbranche wird das Fehlen wohlhabender Russ:innen bemerkt.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Matthew Allen

Was könnte die Schweiz anders machen, um russische Vermögenswerte einzufrieren?

Braucht die weltgrösste Offshore-Vermögensverwalterin rechtliche Reformen, um internationale Sanktionen besser durchzusetzen?

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