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Parmelin, Sommaruga und Habeck vor Mikrofonen der Medien

Heute in der Schweiz

LIebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, liebe swissinfo.ch-Freund:innen

Willkommen zum heutigen Briefing! Es treten in die Manege: Eidgenoss:innen als "Rosinenpicker:innen", Food-Tüftler:innen aus dem Hightech-Labor, ein Freiheitsheld aus meiner Jugend und ein Warlord aus dem Kreml, der seine Schweizer Luxusuhren in die Verbannung schickt.

Friedliche Grüsse aus Bern

Parmelin, Sommaruga und Habeck vor Mikrofonen der Medien
© Keystone / Laurent Gillieron

Beim Gasabkommen, das die Schweiz am WEF in Davos mit Deutschland vereinbart hat, steckt der Wurm drin.

Ende Mai schien in den Bündner Bergen noch die Sonne: Zwei Vertreter der Schweizer Regierung traten mit dem deutschen Wirtschaftsminister Robert Habeck vor die Medien und verkündeten den Abschluss eines Solidaritätsabkommens mit dem Nachbarn.

Gemäss dem soll Deutschland der Schweiz Gas liefern, sollte uns Putin den Hahn abdrehen.

Nun, angesichts der drohenden Gasknappheit im nächsten Winter sieht die Welt schon jetzt dunkler aus.

Der Grund: Die Schweiz übernimmt nicht alle Regeln des EU-Binnenmarkts. Und das ist Brüssel ein Dorn im Auge – schon seit über zehn Jahren. Darum jetzt der Tritt aufs Bremspedal.

Sehr stylische Suppenschale mit Suppe drin
essento

Klimawandel, Kriege, Epidemien: Haben Sie sich schon mal überlegt, wie genau Umweltbedingungen unsere Ernährung beeinflussen?

Wasser, fruchtbare Erde etc.: Ressourcen, die lange als selbstverständlich galten, also als «unbegrenzt», werden knapper.

Dies und andere Faktoren führen zu neuen Ideen zur Produktion von guten Nahrungsmitteln – ohne die Umwelt gross zu belasten.

Hier kommt die Biotechnologie ins Spiel. Sie machts möglich, dass aus pflanzlichen Stoffen fleischähnliche Produkte entstehen.

Sie haben also z. B. Pouletsalat auf dem Teller, einen Hamburger oder einen Kebab, der mit Lammfleisch gefüllt ist. Sie lassen es sich schmecken, frei jeder Schuld, dass ein Tier für Ihren Genuss das Leben lassen musste.

Solschenizyn steigt 1971 in Zürich aus dem Zug
©Schweizerisches Nationalmuseum

Schon als Knirps war Alexander Solschenizyn für mich eine grosse Figur. Ich verfolgte gebannt in den Nachrichten, wie er 1972 in die Schweiz kam. Aber Zürich war damals sehr weit weg von unserer Siedlung bei Bern.

Er war der Mann, der das mörderische Gulag-System von Stalin in aller Welt bekannt machte: der Schriftsteller Alexander Solschenizyn.

Seine Bücher «Der Archipel Gulag» (drei Bände) oder «Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch» haben sich mir in die Seele gebrannt. Es sind Dokumente der der Vernichtung, Hoffnungslosigkeit, des Nihilismus, die ein Teenager kaum ertragen kann.

Nach seiner Ausbürgerung kam der grosse alte Mann per Zug in die Schweiz. Weil ihm, dem Nobelpreisträger, der Rummel in der Stadt Zürich zu gross wurde, setzte er sich ins Zürcher Hinterland ab. Dort hat mein Kollege Dominik Landwehr mit Menschen gesprochen, die persönliche Erinnerungen an den damaligen prominenten Gast haben, der Weltgeschichte aufschrieb – und selber schrieb.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Sara Ibrahim

Wie haben sich Ihre Essgewohnheiten verändert?

Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine vegetarische oder vegane Ernährung oder reduzieren ihren Konsum von Lebensmitteln tierischen Ursprungs. Wie sieht das bei Ihnen aus?

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Putin in der Steppe mit Tarnjacke
Keystone / Alexei Druzhinin

Wir bleiben in Russland, wechseln aber die Hauptfigur. In weiteren Hauptrollen: Schweizer Luxusuhren.

Luxuriöse Schweizer Uhren für die starken Männer dieser Welt: Früher hätte das wohl als – relativ plumper – Werbespot durchgehen können.

Jetzt aber herrscht Krieg in Europa und das macht alles anders. Denn jener, der diesen Krieg angezettelt hat, Russlands Präsident Wladimir Putin, will keine Schweizer Uhren mehr tragen.

Blancpain oder IWC sollen seine zeitmessenden Machtinsignien am Handgelenk gewesen sein. Jetzt prangt dort ein heimisches Produkt. Und sogar mit passendem Namen: «Raketa».

Es wird vermutet, dass der demonstrative Wechsel mit den Sanktionen der EU gegen sein Russland zu tun hat, welche die Schweiz – nach viertägiger Bedenkzeit – übernommen hat. 

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