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Wolodimir Selenski und Ignazio Cassis begrüssen sich

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Umgeleitete Buslinien, grosse Polizeipräsenz, Bundeshaus weiträumig abgesperrt: Heute wurden in Bern gleich zwei hochkarätige Gäste empfangen.

Herzliche Grüsse aus Bern

Wolodimir Selenski und Ignazio Cassis vor einem Helikopter
Keystone / Alessandro Della Valle

Grossempfang heute in Bern. Gleich zwei hochrangige Gäste kamen in die Bundesstadt.

Nur gerade fünf Polizeiwachen waren heute im Kanton Bern besetzt. Der Rest des Polizeikorps schützte in der Bundesstadt die beiden hochkarätigen Gäste: Während der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski für die Demokratie in Europa kämpft, repräsentiert der chinesische Ministerpräsidenten Li Qiang ein autoritäres Regime, das die Demokratie im In- und Ausland strikte bekämpft, Stichwort Hongkong.

Dass Selenski in Bern empfangen wird, war erst seit Sonntagabend bekannt. Er weilt in der Schweiz, weil er am Dienstag am Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos eine Rede halten wird. Bundespräsidentin Viola Amherd, Aussenminister Ignazio Cassis und der neue Schweizer Justiz- und Polizeiminister Beat Jans empfingen Selenski am Nachmittag.

Bereits am Morgen wurde Li mit militärischen Ehren auf dem Landsitz Lohn in Kehrsatz offiziell begrüsst, wo die Schweiz sich oft mit ausländischen Gästen trifft. Am dortigen Bahnhof drängte die Polizei eine Handvoll Personen mit tibetischen Flaggen zurück, während auch ein chinesisches Grüppchen rote Fahnen schwenkte.

Während der beiden Besuche kam es in der Region zu Verkehrsbehinderungen. Diese seien «indes noch geringfügig, verglichen mit jenen in Davos, wo Li Qiang und Wolodimir Selenski später hinreisen werden», schreibt SRF News.

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Andriy Yermak, Leiter des Präsidialamts der Ukraine
Keystone / Gian Ehrenzeller

Im Vorfeld des WEF sprachen sich die Ukraine und die Schweiz für einen Friedensplan aus.

Am Sonntag, einen Tag vor der offiziellen Eröffnung des World Economic Forum in Davos ging dort bereits ein hochrangiges Treffen über die Bühne. Dabei sprachen nationale Sicherheitsberaterinnen und -berater verschiedener Länder über einen Friedensplan für die Ukraine.

Mit dabei war auch Aussenminister Ignazio Cassis. «Das ukrainische Volk braucht nach fast zwei Jahren Krieg dringend Frieden. Wir müssen alles tun, was wir können, um der Ukraine zu helfen, diesen Krieg zu beenden», sagte Cassis laut meinen Kolleginnen Jessica Davis Plüss und Sara Ibrahim, die an der Pressekonferenz vor Ort waren.

Andriy Yermak (im Bild), der Leiter des Präsidialamts der Ukraine, war ebenfalls anwesend. Nicht am Tisch hingegen sassen China und Russland. «Wir werden nach Wegen suchen, um China einzubinden», sagte Yermak. Aber: Ohne Russland am Verhandlungstisch könne es keinen Frieden geben, gab Cassis zu bedenken.

Das Bundeshaus in Bern
SRF

Im der Demokratie Schweiz kommt es dieses Jahr zu einigen gewichtigen Entscheiden an der Urne.

Schon die erste Abstimmung am 3. März hat es in sich. Es geht dabei nämlich um die Zukunft der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV): Eine Volksinitiative verlangt die Erhöhung des Rentenalters. Eine andere verlangt die Auszahlung einer 13. Monatsrente.

Später im Jahr soll das Stimmvolk über einen Ausbau der Autobahn zwischen Bern und Zürich auf je drei Spuren entscheiden. Ein höchst umstrittenes Thema, bei dem wirtschaftliche und ökologische Interessen kollidieren.

Neben neun Volksinitiativen, die an die Urne kommen, könnten schliesslich auch noch sechs Referenden zustande kommen. «Das Referendum ist heute wegen der Digitalisierung ein attraktives Instrument geworden», sagt ein Politologe.

Margrit Zöbeli
swissinfo.ch

Zum Schluss präsentiere ich Ihnen noch die Geschichte einer spannenden Auslandschweizerin.

Es war im Jahr nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, als Margrit Zöbeli in der italienischen Stadt Rimini ankam. Sie war geschockt, wie mein Kollege Andrea Tognina in seinem Artikel schreibt. «Schwarzmarkt, Prostitution und Kriminalität dominierten in einer Stadt, in der es an den grundlegendsten Dingen wie Kleidung, Lebensmitteln und Baumaterialien fehlte», erinnerte sie sich 50 Jahre später daran.

Zöbeli war über das Schweizerische Arbeiterhilfswerk (SAH) in die Küstenstadt gekommen. Noch im selben Jahr gründete die Pädagogin das Centro educativo italo-svizzero (CEIS), welches ein Waisenhaus, einen Kindergarten und im Jahr darauf auch eine Schule für kriegsgeschädigte Kinder umfasste.

Weil ihre Lehrmethoden aber in krassem Gegensatz zu den Methoden der öffentlichen Schulen in Italien standen, geriet Zöbeli schon bald in die Kritik. Ihre Schule legte in den Augen der lokalen Bevölkerung zu viel Wert auf die Autonomie und Würde der Kinder. Trotzdem wurde das CEIS schliesslich «zum zentralen Begegnungs- und Forschungsort für fortschrittlichste internationale Pädagogik in Italien», wie Andrea schreibt.

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