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Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

Wo auch immer Sie wohnen: Die Häuser sehen anders aus als in der alten Heimat. Ein Schweizer Architekt liess sich auf seinen Auslandreisen von lokalen Häusern inspirieren und baute diese zuhause nach. 

Vom Ausland inspiriert sind auch einige Botschaftsgebäude, die Sie in unserer Galerie finden. Zu reden geben hier ansonsten: der Besuch von Greta Thunberg und die Mehrsprachigkeit.

Liebe Grüsse aus Bern

Blick auf Schaufenster einer Bäckerei, die auch mit Boulangerie angeschrieben ist
sda-ats

Als Schweizerin oder Schweizer im Ausland wissen Sie, was es heisst, einer Sprachminderheit anzugehören. Sogar in der «mehrsprachigen» Schweiz wird Mehrsprachigkeit nur an wenigen Orten gelebt. Wirklich gut klappt dies in Biel/Bienne.

Sind Deutschschweizer mit der Sprachminderheit toleranter? In Biel/Bienne, der Stadt der berühmten Uhrmacher, sind die Deutschsprachigen eine Zweidrittels-Mehrheit. Hier kann sich fast jede und jeder ein wenig auch in der anderen Landessprache ausdrücken. In Fribourg/Freiburg, der Stadt, die direkt am sogenannten Röstigraben (Outre-Sarine) liegt – der Sprachgrenze zwischen der Deutsch- und Westschweiz – haben die Frankophonen eine klare Mehrheit von 80%. Dort sollten Sie französisch sprechen, um überall verstanden zu werden.

Man respektiert sich wenigstens. Die Schweiz ist stolz auf ihre vier offiziellen Landessprachen und ihren Umgang mit Sprachminderheiten. Tatsächlich respektieren sich Deutschschweizer und Frankophone im Allgemeinen gegenseitig. Während dies in Freiburg/Fribourg oft nicht mehr als das ist, scheinen Bielerinnen und Bieler im Alltag mit der Zweisprachigkeit besser zurechtzukommen.

In Fribourg fühlen sich viele Deutschschweizer benachteiligt. Der Journalist Rainer Schneuwly, der als Angehöriger der Deutschschweizer Minderheit selbst dort lebt, glaubt die Gründe dafür zu kennen. Über den Unterschied zwischen den beiden «zweisprachigen Städten» hat er kürzlich ein Buch herausgegeben.

Dach eines Tempels und eines alten Hauses hinter Büschen.
Die Botschaft von Thailand findet sich in einem Gebäude aus dem Jahr 1925. Typisch für die Berner Architektur des frühen 20. Jahrhunderts sind dessen Mauern aus Sandstein. 1996 kaufte Thailand das Haus mit einem Umschwung von 1839 Quadratmetern für rund vier Millionen Franken. Heute arbeiten dort 20 Personen. Aber zugegeben, es war nicht dieses Gebäude, das uns ins Auge sprang: Direkt neben der Botschaft steht nämlich ein thailändischer Pavillon, der 1997 anlässlich des 100. Jahrestages des Besuchs von König Rama V. in der Schweiz gebaut wurde. Entworfen von einem königlichen Architekten, wurden Teile davon in Thailand hergestellt und zur Endmontage in die Schweiz verschifft. Ester Unterfinger/swissinfo.ch

90 ausländische Botschaften und Konsulate beherbergt die Stadt Bern. Meine Kollegen haben einige auffällige Gebäude, in denen die Diplomaten untergebracht sind, mit der Kamera eingefangen.

Kommen Sie mit auf einen Rundgang durchs Diplomaten-Viertel in der Bundessstadt. Sie befinden sich hinter hohen Hecken oder Zäunen, sind meistens Video-überwacht und manchmal eine Augenweide. 

Wir zeigen Ihnen, wo Vertreter Palästinas oder Saudi-Arabiens wohnen und/oder arbeiten. Letztere sind seit 1982 im Besitz eines schützenswerten 14-Zimmer-Hauses im Stil eines Rokoko-Pavillons.

Aussenansicht
Eine solche dreistöckige Einfamilienvilla kostet 500.000 Schweizer Franken (etwa 3,5 Millionen Renminbi). Ester Unterfinger/swissinfo.ch

Der Schweizer Architekt Donat Kamber reiste schon in den 1980er-Jahren nach China. Besonders beeindruckt war der Hobby-Fotograf von den Häusern, die damals auf kleiner Fläche in die Höhe gebaut wurden. Später liess er sich in seinem Beruf von diesen inspirieren.

Dreistöckige Häuser mit einem Zimmer pro Etage. Im Jahr 2001 baute Kamber auf dem Land seiner Eltern im Kanton Basel-Landschaft zusammen mit seinen Brüdern als Rendite-Objekt vier dreistöckige Einfamilienhäuser mit je einem Zimmer pro Etage – eben nach dem Vorbild der auf Reisen beobachteten Häuser.

Die Nachfrage nach Kambers Mini-Häusern hält sich (noch) in Grenzen. Ein Grund dafür sind laut dem Architekten die hohen Ansprüche der Schweizer Mieterinnen und Mieter.

  • Welche Hindernisse den Erfolg kleiner Häuser in der Schweiz verbauen, erfahren Sie in unserer Reportage vom Archichtekten selbst.


Greta Thunberg am Klimagipfel in Lausanne
Keystone / Jean-christophe Bott

Greta Thunberg ist diese Woche in der Schweiz. Die Umweltaktivistin aus Schweden nimmt am Klimagipfel «Smile for Future» in Lausanne teil. Klimastreikende aus ganz Europa treffen sich heute zum ersten Mal.

Gegen fossile Brennstoffe auf die Strasse: Das grösste Projekt der Organisatoren des «Global Climat Strike» ist die Streik-Woche am UNO-Klimagipfel in New York Ende September. Dort sollen Millionen Klimastreikende für das Ende der fossilen Brennstoffe auf die Strasse gehen.   

Welche Ziele verfolgt Thunberg am Klimagipfel? In Lausanne will sie mit Gleichgesinnten über das weitere Vorgehen der globalen Bewegung beraten, die von Greta Thunberg angestossen worden war. Manche Medien behandeln die 16-Jährige, die für den Nobelpreis nominiert wurde, inzwischen so, als ob diese das Klima im Alleingang retten könnte. 

Auf die Frage eines Journalisten, weshalb die CO2-Emissionen trotz der weltweiten Klimabewegung noch nicht reduziert wurden, antwortete Thunberg: «Wenn die Leute realisieren, wie ernst die Situation ist, werden sie uns unterstützen.»

Kein Blatt vor den Mund nimmt am Gipfel auch der Schweizer Nobelpreisträger Jacques Dubochet. «Nachdem ich den Preis erhalten habe, hörten mir die Leute zu und glaubten mir. Also habe ich über unser sinnloses, profitorientiertes System gesprochen und über die Notwendigkeit, endlich etwas fürs Klima zu tun.»

  • Wie rechtskonservative Politiker die 16-Jährige kleinmachen wollen, hält swissinfo.ch fest. 
  • Was Greta Thunberg am Klimagipel sonst noch sagte, können Sie auf blick.chExterner Link mitverfolgen.
  • Was man wissen müsse über den Auftritt Thunbergs in Laussanne, will watson.chExterner Link wissen.

Sind Sie aus Liebe zu Tieren ausgewandert? Um den grossen Lebensräumen und deren Bewohnern näher zu kommen, haben einige Schweizer ein Einwegticket in ferne Länder genommen.

«Das Wichtigste für mich ist, glückliche Tiere zu haben.» Um eine optimale Umgebung für ihre Alpaka-Herde zu schaffen, hat sich Sandra Zahn in Frankreich bei Bordeaux niedergelassen. Sie schärt die Tiere einmal im Jahr, um deren Wolle zu sammeln und auf traditionelle Weise zu spinnen. Entdecken Sie die Geschichte von Sandra Zahn: Mit der eigenen Alpaka-Herde die Freiheit geniessen

«Bevor man Hunden befiehlt, muss man genau wissen, was man von ihnen erwartet», sagt Stefanie Kasser. Die Schweizerin lebt mit mehr als 60 Hunden in der Wildnis Finnlands. Sie fand nicht nur räumliche, sondern auch spirituelle Freiheit. Erfahren Sie mehr über die Geschichte von Stefanie Kasser: Das Rudel, das die Menschen lehrt

«Die Pferde hier sind nicht verwöhnt wie in der Schweiz.» Das mag Nicole Ulrich an Kanada. Die Auslandschweizerin lebt inmitten der Natur, umgeben von rund zwanzig Pferden. Lesen Sie Nicole Ulrichs Geschichte: Pferde, Weite und sonst nichts

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