Abrüstungs-Appell Lawrows in Genf
Der russische Aussenminister Sergei Lawrow hat an der Genfer Abrüstungskonferenz zu mehr Engagement aufgerufen. Die gegenwärtige Trägheit in der Frage müsse beendet werden.
Es brauche mehr als nur Bemühungen um nukleare Abrüstung, unterstrich Lawrow am Samstagvormittag. Auch strategische Waffen müssten in die Überlegungen einbezogen werden.
Der russische Aussenminister lancierte seinen Aufruf einen Tag nach seinem ersten Treffen mit seiner neuen US-Amtskollegin Hillary Clinton ebenfalls in der Rhonestadt.
Mit Blick auf die Überprüfungskonferenz 2010 sprach sich Lawrow auch für eine Stärkung des Atomwaffensperrvertrags aus. Zudem forderte er eine möglichst rasche Inkraftsetzung des Vertrags über das Verbot von Atomversuchen. Dieses Übereinkommen ist unter anderem von den USA noch nicht ratifiziert worden.
Lawrow und Clinton hatten am Freitagabend in Genf bekräftigt, dass ihre beiden Länder unter anderem in den Bereichen Abrüstung und der Nichtweiterverbreitung von Nuklearwaffen kooperieren wollen. Bei anderen Themen, wie etwa dem Georgien-Konflikt, sei man verschiedener Meinung gewesen, hatte Clinton eingeräumt.
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