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Bestürzung über den Tod der schwedischen Aussenministerin

In einem Telegramm sprach die Schweiz dem schwedischen Premierminister Göran Persson offiziell ihr tiefstes Beleid aus.

Die Schweiz wird an Anna Lindhs Beerdigung durch ein Mitglied des Bundesrates vertreten sein.

Bundesrätin Micheline Calmy-Rey zeigte sich schockiert und berührt vom gewaltsamen Tod ihrer schwedischen Amtskollegin Anna Lindh.

Es sei ihr unverständlich, dass jemand ein Regierungsmitglied töte, weil er mit der Politik nicht einverstanden sei, sagte die Vorsteherin des Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Donnerstag in Bern.

In Schweden seien die Regierungsmitglieder wie in der Schweiz nahe am Volk. Dort wie hier könnten die Regierungsmitglieder wie alle anderen Leute leben. Das sei ein Privileg. Sie wolle aber an ihrem Leben nichts ändern, sagte Calmy-Rey weiter.

Eine wunderbare Person

In einem Telegramm sprach die Schweiz dem schwedischen Premierminister Göran Persson offiziell ihr tiefstes Beleid aus. Der Bundesrat habe schockiert und mit grosser Bestürzung auf das «brutale Attentat» reagiert.

Lindh sei eine wunderbare Person und talentierte Politikerin gewesen, schrieb Bundespräsident Pascal Couchepin im Namen des Gesamtbundesrates. Er drückte auch der Familie der Aussenministerin und dem Schwedischen Volk seine grosse Sympathie aus.

Arbeitsbesuch abgesagt

Gemäss EDA-Communiqué wird die Schweiz an Lindhs Beerdigung durch ein Mitglied des Bundesrates vertreten sein. Ein für den 17. September geplanter Arbeitsbesuch von Calmy-Rey nach Schweden wurde abgesagt, wie EDA-Sprecher Alessandro Delprete auf Anfrage sagte. Ob die Reise zu einem späteren Zeitpunkt stattfinde, sei noch offen.

swissinfo und Agenturen

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