Couchepin soll nicht an Olympische Spiele
Vier Schweizer Tibet-Organisationen fordern Bundespräsident Pascal Couchepin auf, nicht zur Eröffnung der Olympischen Spiele nach China zu reisen. Er hatte Ende Mai bekanntgegeben, an der Eröffnungsfeier teilzunehmen.
Die Petition mit 60’000 Unterschriften wurde am Donnerstag bei der Bundeskanzlei in Bern eingereicht. China missbrauche die Spiele, um sein Regime und damit auch Menschenrechts-Verletzungen zu legitimieren, hiess es.
Bundespräsident Couchepin setze mit der Teilnahme an der Feier ein falsches Zeichen. Er tue gut daran, seinen Entscheid noch einmal zu bedenken. So hätten andere Staatschefs ihre Teilnahme von Zugeständnissen abhängig gemacht.
Gleichzeitig lancierten die Organisationen ihre Kampagne «Ich couche nicht». Die Schweizer Bevölkerung soll am 8. August die Übertragung der Eröffnungsfeier boykottieren und bei der Landesregierung intervenieren.
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