The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter
Top Stories
Schweiz verbunden
Podcast

Eine bewegte achtjährige Geschichte

Am Sonntag dem 20. Oktober ging die sechste Landesausstellung der Schweiz zu Ende.

Zuschauermässig ein recht guter Erfolg, bleibt doch der bittere Nachgeschmack wegen der Finanzen. Ein Rückblick auf acht Jahre Hoffen und Bangen.

1994

13. Juni 1994 – Der Bundesrat entscheidet, im Jahre 2001 eine Landesausstellung abzuhalten, getrennt von den Helvetik- und Bundesstaats-Jubiläumsfeierlichkeiten 1998.

1995

30. Januar 1995 – Der Bundesrat entscheidet sich für die Expo in der Drei-Seen-Region am Jurasüdfuss.

1996

9. Dezember 1996 – Nach dem Ständerat heisst auch der Nationalrat einen 130-Millionen-Kredit für die Expo gut.

1997

4. März 1997 – Jacqueline Fendt wird zur Generaldirektorin der Expo 2001 gewählt.

1. August 1997 – Die St. Galler Video- und Computerkünstlerin Pipilotti Rist wird zur künstlerischen Direktorin der Expo 2001 ernannt.

1998

Januar 1998: Die «Expo 2001» wird in «Expo.01» umbenannt.

1999

5. August 1999 – Expo-Direktorin Jacqueline Fendt wird vom Strategischen Ausschuss entlassen, nachdem ihr tags zuvor die vier Direktoren wegen einer «akuten Führungs- und Vertrauenskrise» das Misstrauen ausgesprochen hatten. Die technische Direktorin Nelly Wenger übernimmt die Leitung. Nachfolger von Pipilotti Rist, die bereits früher zurückgetreten war, wird der Museumsdirektor Martin Heller.

24. September 1999 – In seinem Expertenbericht hält Nicolas Hayek fest, dass die Landesausstellung zwischen 380 und 550 Millionen Franken mehr als angenommen kosten werde.

4. Oktober 1999 – Der Bundesrat verschiebt die Landesaustellung um ein Jahr auf 2002. Er beantragt dem Parlament zudem einen Expo-Zusatzkredit von 250 Millionen Franken.

15. Oktober 1999 – In Neuenburg wird das Expo.02-Steuerungskomitee offiziell ins Leben gerufen. FDP-Präsident Franz Steinegger wird sein Vorsitzender.

Dezember 1999 – In der Wintersession bewilligen National- und Ständerat weitere 250 Millionen Franken für die Expo.02.

2000

21. Januar 2000 – Die Expo-Leitung erklärt in ihrem Machbarkeitsbericht die Expo.02 für durchführbar, fordert vom Bund und den Kantonen allerdings eine Defizitgarantie in der Höhe von 320 Millionen Franken.

11. Februar 2000 – Nach fünfmonatigem Unterbruch werden die Arbeiten an den Arteplages fortgesetzt.

16. Juni 2000 – Nach dem Ständerat heisst auch der Nationalrat die Defizitgarantie von 338 Millionen Franken gut. Bei einem Budget von 1,4 Milliarden Franken beläuft sich das Gesamtengagement des Bundes damit auf rund 700 Millionen Franken.

2001

13. Juni 2001 – Nach dem Ständerat wandelt auch der Nationalrat 300 Millionen Franken der Defizitgarantie des Bundes in ein Darlehen um.

11. Oktober 2001 – Der Expo-Billetvorverkauf beginnt in St. Gallen.

2002

2. Februar 2002 – Das millionste Expo-Billet wird verkauft.

März 2002 – Das Eidg. Parlament billigt den Expo-Zusatzkredit von 120 Millionen Franken und die Umwandlung von 58 Millionen Defizitgarantie in ein Darlehen.

14. Mai 2002 – Bei strahlendem Wetter wird die Expo.02 in Neuenburg in Anwesenheit des Gesamtbundesrats und rund 2300 Gästen aus dem In- und Ausland eröffnet. Am Abend folgt auf allen Arteplages die Aufführung des 15 Mio. Franken teuren Eröffnungsspektakel des Genfer Regisseurs François Rochaix mit 1700 Mitwirkenden.

18. Mai 2002 – Freiburg eröffnet den Reigen der insgesamt 17 Kantonal- und zwei Spezialtage (Liechtenstein und Tag der Ausländer)

1. August 2002 – Die offizielle Bundesfeier findet auf der Arteplage Biel statt. Im Mittelpunkt stehen die Rede von Bundesrat Samuel Schmid und das provokative Theaterstück des Autorenduos Bärfuss/Schwarz.

23. August 2002 – Die Expo gibt bekannt, dass sie eine weitere Finanzspritze von bis zu 70 Millionen Franken vom Bund braucht. Sie macht fehlende Einnahmen dafür verantwortlich.

3. September 2002 – Das Finanzloch wird noch grösser: Wegen Mehrwertsteuer und Zinsen benötigt die Expo.02 vom Bund nicht 70 sondern knapp 100 Mio. Franken. Das Gesamtengagement des Bundes beläuft sich damit auf über 900 Millionen Franken. Um den Verkauf anzukurbeln, lanciert die Expo einen Last-Minute-Pass.

5. Sepember 2002 – François Rochaix wirft das Handtuch. Er verzichtet darauf, den Schlusstag der Expo.02 zu orchestrieren. Die Expo setzt auf ein Volksfest.

27. September 2002 – 70 Prozent der Expo-Besucher gelangen mit dem öffentlichen Verkehr an die Landesausstellung. Die Stiftung Landschaftsschutz (SL) zeigt sich erfreut über diese Umweltbilanz.

30. September 2002 – Der Bundesrat beschliesst, den Zusatzkredit für die Expo.02 im Budget 2003 auf 80 Mio. Franken aufzustocken. Dafür werden 30 Mio. Franken nachgemeldet. Das Parlament wird das Budget in der Wintersession beraten.

5. Oktober 2002 – Der Thurgau führt als letzter Stand seinen Kantonstag durch. Insgesammt kamen über 400 000 Besucher an die Kantonstage, die von mehr als 18 000 Mitwirkenden gestaltet worden waren.

8. Oktober 2002 – Die Expo will den Abbau der Arteplages in Yverdon, Murten und Biel bis spätestens Ende 2003 abschliessen. In Neuenburg ist die Demontage erst Mitte Sommer 2004 fertig.

18. Oktober 2002 – die Expo verbucht den zehnmillionsten Eintritt.

swissinfo und Agenturen

Beliebte Artikel

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!

Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft