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Eine Kampagne im Zeichen der Liebe

Das Paar Eva Kaderli und Sara Falloni werben mit dem neuen Logo des "Verein JA zum Partnerschaftsgesetz". Keystone

Der Verein "Ja zum Partnerschaftsgesetz" hat am Samstag in Luzern seine Kampagne für die Abstimmung vom 5. Juni mit einem Fest lanciert.

Die ehemaligen Bundesrätinnen Ruth Dreifuss und Ruth Metzler enthüllten die vier offiziellen Plakate des Ja-Komitees.

Die beiden Alt-Bundesrätinnen wollten damit gemäss Angaben des Vereins aufzeigen, dass die Vorlage über alle Parteigrenzen hinweg Beachtung und Akzeptanz geniesst.

Hauptredner des Abends war Ständerat Rolf Schweiger, der sich bereits im Parlament mit Nachdruck für das Partnerschaftsgesetz eingesetzt hatte. Die eingetragene Partnerschaft, so Schweiger, beseitige Ungerechtigkeiten und ermögliche auch Frauen- und Männerpaaren eine verantwortungsvolle Vorsorge und Lebensplanung.

Vorurteile über Bord werfen

Ein Ja zum Partnerschaftsgesetz sei auch ein Ausdruck der Toleranz. Heute seien viele – sogar die Gegner des Partnerschaftsgesetzes – bereit anzuerkennen, dass eine moralisch negative Wertung der Homosexualität nicht mehr zu rechtfertigen ist, sagte Schweiger laut Redetext.

Er, Schweiger, sei stolz auf die Schweiz, weil sie es fertig gebracht habe und immer wieder fertig bringe, Minderheiten zu achten, Minderheiten zu schützen und diesen das zu geben, was sie für das Glücklich-Sein in einer Minderheitsposition brauchten.

Rauschendes Fest

An dem Fest in Luzern nahmen über 200 Gäste aus Kultur, Politik und Wirtschaft teil. Musikalische Höhepunkte setzten Irène Schweizer und Michael von der Heide.

Gleichzeitig startete der Verein auch seine Strassenkampagne. Auf Flugblättern, Inseraten und Plakaten sowie an Ständen und Veranstaltungen will der Verein die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über die Vorteile des neuen Partnerschaftsgesetzes informieren.

swissinfo und Agenturen

Mit dem Partnerschafts-Gesetz soll es zwei Personen gleichen Geschlechts ermöglicht werden, ihre Beziehung rechtlich abzusichern.

Gegen die Vorlage haben die Evangelische Volkspartei der Schweiz und die Eidgenössisch Demokratische Union das Referendum ergriffen.

Die Volksabstimmung findet am 5. Juni 2005 statt.

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