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Ende der Schweizer Mediation in Kolumbien

Kolumbien hat bekräftigt, dass die Schweizer Vermittlung in der Geiselbefreiung im Moment nicht mehr gefragt sei. Bogotá setze auf den direkten Kontakt mit den Farc-Rebellen, sagte Kolumbiens Botschafterin in der Schweiz.

Die Rahmenbedingungen hätten sich nach der jüngsten Befreiungsaktion von 15 Geiseln, unter ihnen Ingrid Betancourt, verändert, begründete Claudia Jimenez die Haltung ihrer Regierung. Sie habe das Schweizer Aussenministerium über den Entscheid von Präsident Alvaro Uribe in Kenntnis gesetzt.

Die Botschafterin schloss eine Wiederaufnahme ausländischer Vermittlungsbemühungen in Zukunft nicht aus. Dafür müsste aber ein konkreter Plan für einen Friedensprozess vorliegen.

Kolumbien erwarte von der Schweiz eine Reaktion auf die Unterlagen zu den Kontakten des Schweizer Gesandten Jean-Pierre Gontard zur Farc, sagte Jimenez. Die Dokumente waren im beschlagnahmten Computer des Farc-Vizes Raul Reyes gefunden worden. Kolumbianische Regierungsmitglieder warfen daraufhin Gontard Parteinahme für die Rebellen vor.

Die Schweiz ist unterdessen im Besitz der Unterlagen. Bogotá erwartet nach deren Analyse Konsequenzen von Seiten Berns.

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