Genfer Iran-Gespräche ohne Ergebnis
Iran hat in Genf klar gemacht, dass es an der Uranreicherung festhalte. Der EU-Aussenbeauftragte Javier Solana kündigte an, dass die Gespräche weitergeführt würden.
Nein zum Stopp der Uranreicherung, Ja zu weiteren Verhandlungen. Das die Position des iranischen Chefunterhändlers Said Dschalili an den Genfer Gesprächen über das Irans Atomprogramm.
«Das Treffen war konstruktiv, aber wir haben immer noch nicht die gewünschte Antwort bekommen», bilanzierte Javier Solana, der Aussenbeauftragte der Europäischen Union (EU). Die Schweiz war auf Wunsch der EU und Irans Gastgeberin der Runde.
In Genf vertreten waren die fünf ständigen Mitglieder des UNO-Sicherheitsrates und Deutschland sowie Solana und Dschalili. Erstmals beteiligte sich mit Staatssekretär William Burns auch ein ranghoher US-Diplomat an direkten Gesprächen mit Teheran.
Die sechs Staaten wollen dem Iran Anreize bieten, sein Atomprogramm einzustellen, insbesondere die umstrittene Urananreicherung. Im Gegenzug stellten sie die Einstellung der UNO-Sanktionen gegen Iran in Aussicht, ebenso eine enge Kooperation auf wirtschaftlicher, wissenschaftlicher und politischer Ebene.
Die islamische Republik beharrt auf ihrem Recht auf friedlich genutzte Atomenergie. Die USA werden dem Iran vor, Atomwaffen zu entwickeln.
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