Graubündens Regierung steht
Die Bündner Regierung ist wieder komplett. Martin Schmid von der FDP ist am Sonntag erwartungsgemäss im zweiten Wahlgang als neues Mitglied gewählt worden.
Die Freisinnige Partei (FDP) Graubünden nimmt damit keinen direkten Schaden aus der Affäre um Peter Aliesch. Dieser – mittlerweile parteilos – konnte wegen der Amtszeit-Beschränkung von 12 Jahren nicht mehr zur Wiederwahl antreten. Mit der Wahl des 32 Jahre alten Juristen Martin Schmid (15’284 Stimmen) konnte die FDP nach dem Abgang von Aliesch ihre Pfründe aber erfolgreich verteidigen.
Klare Bestätigung
Klar im Amt bestätigt wurden im zweiten Anlauf die Bisherigen, der Sozialdemokrat Claudio Lardi (17’910 Stimmen) und der SVP-Vertreter Klaus Huber (17’537 Stimmen). Im ersten Wahlgang vom 3. März hatten sowohl Erziehungsdirektor Lardi als auch Volkswirtschaftsdirektor Huber die Wiederwahl nur knapp nicht geschafft.
Einzig die beiden Bisherigen Stefan Engler von der CVP und Eveline Widmer-Schlumpf von der SVP hatten die Hürde des absoluten Mehrs auf Anhieb geschafft. Baudirektor Engler hatte damit bei bei seiner ersten Wiederwahl das Spitzenresultat erzielt.
Keine Chance für Aussenseiter
Erneut chancenlos blieb auch im zweiten Wahlgang der Aussenseiter Luis Livers vom Forum für den Souverän (FdS). FdS-Präsident Livers aus kam auf 6530 Stimmen. Er schnitt damit sogar schlechter ab als vor drei Wochen, obschon ein Teil der SVP-Wählerschaft in Inseraten dem EU-Gegner ihre Unterstützung zugesichert hatte.
Die Stimmbeteiligung betrug 24,8 Prozent. Am 3. März waren noch 46,6 Prozent der Stimmberechtigten an die Urne gegangen.
Mit dem Ausgang der Wahlen bleibt die parteipolitische Zusammensetzung der fünfköpfigen Bündner Regierung während der nächsten vier Jahre bestehen. Die SVP hält zwei Sitze, die CVP, die FDP sowie die SP je einen.
swissinfo und Agenturen
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