IKRK vermeldet Rekordausgaben
Wegen der sich verschlechternden humanitären Lage in vielen Ländern sind die Ausgaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) auf ein Rekordhoch von 1,1 Milliarden Franken gestiegen.
Millionen Opfer bewaffneter Konflikte, wie zum Beispiel in Afghanistan, Somalia und Pakistan, aber auch Naturkatastrophen und der Anstieg der Nahrungsmittelpreise seien für die schlechteren Bedingungen verantwortlich, heisst es im IKRK-Jahresbericht 2009.
Afrika erhielt rund 47% der Ausgaben, 20% flossen in den Nahen und Mittleren Osten. 167 Millionen Franken gingen an den Hauptsitz in Genf.
IKRK-Präsident Jakob Kellenberger begründete den Anstieg auch damit, dass das IKRK zum Beispiel in Irak, in der Sahel-Zone, in Somalia und Georgien mehr Menschen erreichen konnte.
Im letzten Jahr verteilte das IKRK über 121’000 Tonnen Nahrungsmittel, mehr als doppelt so viel wie 2007. Gut 72% der Menschen, die Nahrungsmittelhilfe erhielten, waren intern Vertiebene.
Von den Wasserversorgungs-, Sanitär- und Bauprogrammen des IKRK profitierten 15 Millionen Menschen. Fast 3,5 Millionen Patienten wurden in den Gesundheitseinrichtungen behandelt. Zudem besuchte die Organisation knapp eine halbe Million Häftlinge in 83 Ländern.
swissinfo.ch und Agenturen
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